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Stadt setzt Prioritäten / Weserufer braucht noch seine Zeit

Wichtig, wichtiger, Linsingen-Kaserne

HAMELN. Geht es nach der Stadtverwaltung, hat die Neugestaltung des Weserufers nicht oberste Priorität – wohl wissend, dass diesbezüglich in der Bevölkerung eine „hohe Erwartungshaltung“ herrsche. Aufgrund der angespannten Haushaltslage legen die Stadtentwickler und -planer im Rathaus am Mittwoch eine Liste vor, in der die in ihren Augen wichtigsten städtebaulichen Projekte neu priorisiert wurden.

veröffentlicht am 24.01.2017 um 17:01 Uhr

Die Entwicklung des Linsingen-Geländes hat für die Verwaltung und für Oberbürgermeister Claudio Griese oberste Priorität. Foto: Wal/Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Elf Maßnahmen sind es insgesamt, die das Stadtbild teils prägend verändern können. Für alle zusammen wird das Kostenvolumen in den kommenden acht bis zehn Jahren mit 11 bis 19 Millionen Euro angegeben. Schon jetzt werde deutlich, heißt es, dass „eine zusätzliche nicht unerhebliche finanzielle Belastung auf die Stadt zukommt.“ Mehr noch: Diese Belastung werde zu weiterer Nettoneuverschuldung führen, „als zum jetzigen Zeitpunkt darstellbar“.

Aktuell – bevor die Politiker sie diskutiert haben – sind vier Projekte mit Priorität 1 versehen, nicht zuletzt, weil dafür auf Programme zur Städtebauförderung zurückgegriffen wird:
  • Stadtumbau West – Linsingenquartier
  • Soziale Stadt – Wohngebiet Kuckuck
  • Städtebaulicher Denkmalschutz – Altstadt
  • Stadtumbau West – Bailey Park.
Das Linsingenquartier, das mit 5,7 Millionen Euro Bruttokosten angegeben ist (davon 1,9 Millionen Euro netto für die Stadt), steht vor allem deshalb an erster Stelle, weil laut Verwaltung bei weiterem Verzug die Gefahr besteht, dass „Gelder verfallen“. Außerdem hänge davon die Standortfrage für die Elisabeth-Selbert-Schule ab.

Auch für den „Kuckuck“ sind bereits Mittel bewilligt worden. Zudem sieht die Verwaltung hier einen hohen Handlungsbedarf. Für die Stadt sind dafür Netto-Kosten in Höhe von gut 1,46 Millionen Euro kalkuliert worden. Das Programm für den Denkmalschutz in der Altstadt läuft schon seit 2015, und für den Bailey Park, in dem auch sozialer Wohnungsbau vorangetrieben werden soll, wurde ein Antrag gestellt, um in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Vier Projekte wurden von der Stadt als Priorität 2 eingestuft:

  • Quartiersentwicklung Kernstadt – dazu zählt unter anderem die Aufwertung von Plätzen wie dem Wilhelmsplatz
  • Baulandentwicklung Gewerbegebiet Hottenbergsfeld
  • Weserufer
  • Upnor/Weserradweg

Für das Weserufer soll in diesem Jahr mit „Vorbereitungen“ und „ersten Planungsschritten“ begonnen, heißt es aus dem Rathaus. Etwa ein Wettbewerb vorbereitet und mit dem Akquirieren von Fördergeldern begonnen werden. 2018/2019 könnte es dann konkreter werden.
In der letzten Gruppierung mit der Priorität 3 finden sich derzeit diese Vorhaben:

3 Bilder
Denkmalgeschützte Häuser in der Altstadt können mit Zuschüssen saniert werden. Foto: Wal/Dana
  • Gundolph Park
  • 100 neue Bauplätze im Wohnungsbaubestand
  • Begleitkonzept sozialer Wohnungsbau (dieser Punkt ist aus Verwaltungssicht „derzeit nicht mehr erforderlich“)

Heute wird sich der Ausschuss für Entwicklung mit der Prioritätenliste befassen. Die Verwaltung äußert den Wunsch, dass die Ratsfrauen und -herren bei ihren Überlegungen die „übergeordneten politischen Rahmenbedingungen“ einbeziehen. Erst dann würde die mittelfristige Planung des Investitionsprogrammes neu entwickelt.

Termin: Der Ausschuss für Stadtentwicklung tagt öffentlich am heutigen Mittwoch ab 16 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Zu Beginn können Einwohner Fragen stellen.



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