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Wetter und Stimmung getrübt beim Weihnachtsmarkt 2009

veröffentlicht am 22.12.2009 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (mau). Vergangenes Wochenende war es eisigkalt – so sehr, dass sogar das Bier in den Leitungen auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt gefror. „Bei den Temperaturen hat zum Glück eh keiner nach Bier gefragt. Der Glühwein lief Freitag und Samstag dafür umso besser“, sagt Weihnachtsmarktbeschicker Zlatko Hadko über das weiße Winterwochenende.

Generell sei das Wetter zu schlecht gewesen und die Stimmung bei Besuchern und BEschickern war auch durchwachsen.  

Seit 40 Jahren ist Marion Dietrich von der Mandelbrennerei am Hochzeitshaus schon dabei, Probleme mit den neuen Kollegen gab es nicht. Die Atmosphäre war aber schon anders: „Viele Stammkunden haben sich über die abgekühlte Stimmung auf dem Markt beschwert.“
 Das hat auch Peter Ehlerding, Vorsitzender der IG Weihnachtsmarkt, beobachtet: „Ein Weihnachtsmarktgefühl kam in der Tat nicht so recht auf.“ Dieses Jahr habe es zu wenige Inhalte gegeben. „Was nützen schöne Buden, wenn es zu wenig Programm drum rum gibt.“ Viele Hamelner Kunden hätten sich außerdem zurückgehalten und um Buden getrauert, die nach 40 Jahren durch neue Stände ausgetauscht wurden, meint Ehlerding.
 Weniger Touristen kamen aber nicht. Frank Lücke von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH berichtet: „Wir haben dieses Jahr zwar nicht so ausführliche Erhebungen gemacht, gehen aber davon aus, dass sich ähnlich viele Touristen wie in der Vergangenheit den Hamelner Weihnachtsmarkt angesehen haben.“ Überwiegend kommen die Auslandsbesucher aus Großbritannien, Dänemark und Schweden. Auch die Gäste aus Baden-Württemberg und Bayern werden immer mehr. „Den Weihnachtsmarktbesuchern ist doch in erster Linie der gute Gesamteindruck wichtig. Wenn es nicht in Strömen regnete oder ein Stromausfall war, dann war der sicherlich ganz in Ordnung“, glaubt Lücke.
 Ehlerdings Fazit: „Letztes Jahr war es schöner. Alles in allem ging es ein bisschen holterdipolter los.“ Die Verwaltung habe seiner Meinung nach zu spät entschieden, welche Stände auf den Markt kommen. „Im nächsten Jahr können wir hoffentlich früher anfangen zu planen. 2010 gibt es ja auch keinen Tag der Niedersachsen.“



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