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Stadt will sich um Pflege kümmern

Weser-Ufer gemäht und entmüllt

HAMELN. Ungewohnt, weil einigermaßen gepflegt kommt das Weserufer ab der Pfortmühle Richtung Krankenhaus derzeit daher: weitgehend entmüllt und gemäht. Noch vor einem halben Jahr hatte es aus dem Rathaus geheißen, dass der Aufwand, die Böschung an dieser Stelle zu roden, enorm wäre. Jetzt geht es also doch.

veröffentlicht am 03.12.2017 um 17:16 Uhr
aktualisiert am 04.12.2017 um 14:00 Uhr

Das meterhohe Gestrüpp unterhalb der Ufermauer gehört der Vergangenheit an. Foto: bha
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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„Diese Fläche fällt in den Zuständigkeitsbereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes auf Anfrage. Eigentlich. Seit Jahrzehnten gebe es Gespräche zwischen den beiden Behörden über die Zuständigkeit, mit dem Erfolg, dass in der Vergangenheit einfach keiner gemäht hat. Das Wasserschifffahrtsamt habe stets erklärt, dass von dem Uferbereich keine Gefährdung ausgehe, keine Eisenstangen oder Ähnliches in die Weser ragten, und sich darauf berufen, dass sie für „ein schönes Stadtbild“, wie Wahmes sagt, eben nicht zuständig sei.

„Jetzt kann man immer weiter gegen die Wand rennen – oder sich kümmern“, schlussfolgert Wahmes. Die Stadt respektive der städtische Betriebshof, der die Grünpflege übernimmt, hat sich fürs Kümmern entschieden. „Wir werden das mit auf unsere To-do-Liste nehmen“, weil es für eine Touristenstadt nicht hinnehmbar sei, dass das Ufer der Weser aussieht, wie es aussah. Die Pflege werde ab jetzt als freiwillige Aufgabe übernommen, die auch künftig „so weit das zeitlich und mit den vorhandenen Mitarbeitern geht“, vom Bauhof erledigt wird. Auf bestimmte Intervalle will sich die Stadt nicht festlegen; Wahmes spricht davon, dass die Arbeiten „nach Bedarf“ und in „unregelmäßigen Abständen“ erfolgen sollen. Das Vorgehen sei mit dem WSA abgestimmt worden, erklärt Thomas Wahmes. Bisher ist der Ufer-Abschnitt zwischen Pfortmühle und der Skulptur „Weserfahnen“ gemäht – ob weitere, Richtung Krankenhaus und Elisabeth-Selbert-Schule folgen sollen, ist noch nicht klar.

Mein Standpunkt
Birte Hansen
Von Birte Hansen-Höche

Gute Entscheidung! Dass die „Touristenstadt“ als Grund angeführt wird, die Böschung zu pflegen, nun ja, auch die Hamelner finden’s ohne Gestrüpp schöner. Und dass es sich um eine völlige Kehrtwende handelt – egal, wenn jetzt die Richtung stimmt. Nun müssen es nur noch alle zum Mülleimer schaffen, statt Abfall über die Mauer zu entsorgen.

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