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Münsterbrücken-Modell wird überarbeitet

Werdermühlen-Modell ohne Info-Tafeln?

HAMELN. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts – die Vitrine am Senior-Schläger-Platz ist leer. Sonst beherbergt sie das Minitatur-Modell von der Münsterbrücke und lässt Hamelner und Touristen eintauchen in die detailreiche Landschaft von einst. „Die hat jemand entwendet“, macht Wolfgang Pütz auf Anfrage einen Scherz, über den er wohl am wenigsten lachen könnte, wenn er der Wahrheit entspräche. „Nein, nein, das Modell wird überarbeitet!“

veröffentlicht am 13.05.2019 um 09:17 Uhr

Seit einigen Tagen ist in der Vitrine am Senior-Schläger-Platz statt des Modells nur eine Abbildung zu sehen. Über die Zukunft und Gestaltung einer weiteren Vitrine für das Werdermühlen-Modell gibt es derzeit Unstimmigkeiten mit der Stadtverwaltung.
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Am Montag soll es schon wieder eingesetzt werden. Der Zahn der Zeit hatte an dem kunstvollen Objekt genagt, vor allem die Sonne hatte Wirkung gezeigt. Sie hat alles ausgebleicht, so Pütz, „es sah alles verbrannt aus, oder wie in der Tundra“, beschreibt er das, was mal als Grünfläche gedacht war. Bei der Beschäftigungsgesellschaft Impuls, wo sämtliche „Zeitpunkt“-Modelle der Stadt entstanden sind, wurde die kleine Münsterbrücke samt Umland wieder aufgearbeitet.

Auch das „Bernstein-Haus“, das einige Meter weiter am Münsterkirchhof steht, müsste dringend saniert werden, erzählt Pütz, der bei Impuls Projektleiter ist. Doch das lasse sich nur so schwer aus der Vitrine nehmen, die Restaurierung wird deswegen vor Ort vorgenommen werden. Neu und somit erst in einigen Jahren (vielleicht) sanierungsbedürftig ist das 1:50-Modell von der einstigen Werdermühle, das inzwischen fertiggestellt ist. Ursprünglich sollte es im Mai am Langen Wall aufgestellt werden, doch daraus wird nichts.

„Die Vitrine ist noch nicht geliefert, dann müssen wir noch die Beleuchtung machen, und das Modell muss eingepasst werden“, erzählt Pütz, warum sich die Installation verzögert. Jetzt könnte die Mini-Werdermühle (die ziemlich groß ist) Ende Juni aufgestellt werden, oder aber erst nach den Sommerferien. Noch ein anderer Plan hat sich zerschlagen: große Info-Tafeln aus Edelstahl neben der Vitrine aufzustellen, auf denen die Geschichte der imposanten Industriemühle erzählt werden sollte. Bernhard Gelderblom, der sich um die Aufarbeitung der Historie der früheren Häuser kümmert, die viele Jahrzehnte nach ihrem Verschwinden als Modelle Stadtgeschichte erzählen, nennt es „ganz unglücklich“, dass die Stadt Hameln kein grünes Licht für die Info-Tafeln gegeben hat. Zwei Stück in der Größe 70 mal 180 Zentimeter sollten es werden, doch sie passten aus städtebaulichen Gesichtspunkten nicht dorthin, habe es geheißen. Die Alternative ist aus Sicht der Projekt-Mitarbeiter wenig attraktiv: Folien mit Text an die Vitrine kleben. „Wir können nicht die ganze Vitrine bekleben“, fasst Gelderblom die Bedenken zusammen. Gezeigt werden solle ja vor allem das Modell. Jetzt wolle man nach anderen Lösungen suchen.



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