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„Standortsicherung“ für Hameln: Drei Unternehmen erhalten insgesamt 600 000 Euro Fördergeld

Werben, Gestalten, Verpacken

HAMELN. „Wir fühlen uns hier wohl.“ So ein klares Bekenntnis zu Hameln gibt es selten – es stammt von Falk Tacke, der die Design- und Werbeagentur Tacke Marketing in der Zinngießerstraße betreibt. Er möchte seinen Standort ins Hottenbergfeld verlegen – Startschuss für die konkreten Planungen sind Fördergelder in Höhe von 399 600 Euro, die Tacke nun zugesagt wurden. Die offiziellen Förderbescheide sind zwar noch nicht verschickt, aber der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann (SPD) hatte von Wirtschaftsminister Olaf Lies erfahren, dass drei Hamelner Unternehmen bedacht werden und dies öffentlich gemacht. Die Fördermittel stammen aus zwei verschiedenen Fonds: der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

veröffentlicht am 29.05.2016 um 19:11 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

von Andrea Tiedemann
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Tacke sei „vorsichtig optimistisch“ gewesen, dass es klappen könne. Sein Unternehmen startete 2000 in Bad Münder mit dem Geschäftsbereich „Klassische Kommunikation Messe und Print“, 2003 erweiterte er das Portfolio auch auf „Neue Medien“. Seit 2008 ist er in Hameln angesiedelt, 2014 wurden die Räume in der Zinngießerstraße erweitert. Man habe die Standortfrage „offen“ diskutiert, betont er, und auch überlegt, ob man nach Hannover ziehe. Die Förderzusage sei eine Art „Standortsicherung“ für Hameln, so Tacke.

Sechs bis sieben neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Sein Unternehmen sei im Bereich Messe international tätig, im Agenturbereich deutschlandweit. Auch Kunden aus Hameln und der Region betreue er. Über Zahlen spricht er hingegen ungern – weder über Umsätze noch über Personalstärke. Durch die Fördersumme kämen „mindestens vier zusätzliche Arbeitsplätze, darunter ein Auszubildender“ hinzu, verrät er. Geplant ist, die Räumlichkeiten anzupassen, Tacke spricht von einem „nachhaltigen Gebäudekonzept mit digitaler Infrastruktur“. Ein Grundstück im Hottenbergsfeld sei schon reserviert, nun gehe es an die Details. Voraussetzung für eine tatsächliche Ansiedelung sei die Schaffung einer geeigneten Internetverbindung.

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  • Pica-Design-Inhaberin Susanne Weege und Mitarbeiterin Marion Komarek begutachten die Pläne für den Neubau am Feuergraben. Foto: fn
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  • Björn Tacke möchte mit seiner Werbeagentur im Hottenbergsfeld expandieren. Foto: Dana

Neben Tacke erhält Pica Design, Hamelner Hersteller von Design-Verpackungen, 118 000 Euro, die Manu Schmuckwerkstatt GmbH bekommt 80 000 Euro. Die beiden Firmen stehen in engem Zusammenhang: Johannes Weege ist Inhaber der Schmuckwerkstatt, seine Frau Susanne leitet die Geschicke der Design-Verpackungsfirma. Das Geld können sie gut gebrauchen: Beide Unternehmen wollen gemeinsam mit einer Physiotherapiepraxis auf ein 2000 Quadratmeter großes neues Gelände am Feuergraben ziehen (wir berichteten). Auf der Baustelle wird schon seit Monaten gearbeitet. Mehr Platz für die Schmuck-Behältnisse kann Susanne Weege gut gebrauchen – ihr alter Standort in der Sandstraße mit derzeit acht Angestellten wird langsam eng. Weege hatte daher bereits Lagerräume zusätzlich angemietet. Künftig will sie in Hameln nicht nur lagern, sondern auch produzieren. Unter den 150 Produkten ist eine Schmuckschachtel das Hauptprodukt; für deren Herstellung wurde eine eigene Fräse angeschafft.

Durch die gesamte Fördersumme von 600 000 Euro entstünden damit in Hameln etwa sechs bis sieben neue Dauerarbeitsplätze, heißt es. „Das mit dem Geld angestoßene Investitionsvolumen von insgesamt gut 3,14 Millionen Euro ist in Hameln gut angelegt, und gerade in Zeiten einer allgemein zurückhaltenden Investitionstätigkeit von Unternehmen ein positives Signal für die Wirtschaft in unserer Region“, so Watermann. Das Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt mit den Fördergeldern insgesamt Investitionen in Unternehmen sowie wirtschaftsnahe Infrastrukturvorhaben in Höhe von 12,2 Millionen Euro.

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