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wer, wie, was 24.12.2009

Die Schlacht ist geschlagen, der Weihnachtsmarkt ist vorbei. Zum friedlichen Ausklang des bunten Treibens, das in diesem Jahr für so viele Querelen gesorgt hatte wie noch nie zuvor, gab’s ein geselliges Gänseessen im Hotel „Zur Krone“ sowohl mit Alteingesessenen als auch mit Neubeschickern. Auch Peter Ehlerding, Vorsitzender der IG Weihnachtsmarkt, schlug dabei versöhnliche Töne an: „Der Weg ist das Ziel“ sagte er angesichts der Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes für 2010. Hoffnung dürfte ihm dabei eine Mitteilung von Schatzmeister Horst Tönebön gemacht haben: Danach haben bisher rund 95 Prozent aller Beschicker (alt wie neu) den freiwilligen Werbegroschen entrichtet, mit dem auch ein Programm auf die Beine gestellt werden soll.

veröffentlicht am 23.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 22:41 Uhr

Harmonie kurz vor dem Fest: alte und neue Marktbeschicker beim G
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„Ich habe doch schon alles, warum soll ich dann nicht Geld für eine wichtige Anschaffung für die Menschen der Region sammeln?“ begründete der stellvertretende Landrat Helmut Zeddies seinen Verzicht auf Geschenke anlässlich seines 70. Geburtstags. Und Frank Schmidt, Geschäftsführer des Krankenhauses Lindenbrunn, ist froh über diese großzügige Geste: „Ohne diese Spende hätten man zunächst für längere Zeit nicht in das 17 000 Euro teure Lamellenlaufband investieren können. Aber mit den rund 4000 Euro Spendengeldern von Zeddies konnten wir nun die Anschaffung doch realisieren. So profitieren bereits in diesem Jahr unsere Patienten von dem Gerät.“ Der Jubilar, der seit 1978 im Beirat des Krankenhauses ehrenamtlich tätig ist, ließ es sich nicht nehmen, die besonderen Funktionen des neuen Laufbands selbst kennenzulernen. Marianne Garbe, eine der ersten Patientinnen, war froh, dass sich die Bandgeschwindigkeit ihrem Bewegungskönnen entsprechend in sehr feinen Schritten regeln lässt. Zusätzlich bietet das Gerät auch noch eine Sicherheitsaufhängung und ist vom Rollstuhl aus anfahrbar.

Härteeinsatz: Beim traditionellen Glühweinausschank von Hamelner Ratsmitgliedern zugunsten der Kinder von Brjansk war es in diesem Jahr eisekalt – minus 16 Grad hatte das Thermometer in der Nacht zuvor angezeigt. Unverdrossen stellen sich aber dennoch Monika Stork-Meier, Thomas Meyer-Hermann, Gerhard Paschwitz (alle CDU) und Bürgermeister Herbert Rode (SPD) in den Dienst der guten Sache. Zusammen mit den Spenden anlässlich eines Hallen-Fußballturniers und dem „Betteln“ von Paschwitz während der Ratssitzung kamen so an die 1000 Euro zusammen, die Kindern aus der Tschernobyl-Region zugutekommen sollen.

Und noch eine gute Tat: Nach mehreren Jahren Pause hatte Rohrsens Ortsvorsteher Jobst Brüggemann dieses Jahr mal wieder seine große Scheune für ein besonderes Konzert zur Verfügung gestellt: Auf Holzbänken und Strohballen lauschten die Zuhörer dem „Chor des heiligen Wladimir“, der aus der Nähe von Moskau kommt und auf eigene Kosten herumreist, um mit seinen Liedern Geld zu sammeln für ein Kinderkrankenhaus, in dem vor allem die Ärmsten der Armen behandelt werden. Die zahlreichen Gäste, schon adventlich gestimmt durch eine zauberhafte Dekoration des gesamten landwirtschaftlichen Anwesens, kamen denn auch der Bitte nach einer kleinen Spende gerne nach, zumal sie sich auch an Glühwein und Bratwurst gütlich tun konnten.

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Ein Herz für Krebspatientinnen: Gabriele Lösekrug-Möller überreicht Dr. Thomas Noesselt und Andrea Hahne ihre Herzkissen. Foto: CK

Wenn ein Hobby dazu dient, anderen zu helfen: Gabriele Lösekrug-Möller, heimische Bundestagsabgeordnete der SPD, hat dem Brustzentrum am Kreiskrankenhaus Hameln 25 Kissen in Herzform überreicht. Die hat „Lö-Mö“, eine passionierte Quilterin, gemeinsam mit zwei anderen Frauen in ihrer knapp bemessenen Freizeit selbst aus Stoffresten hergestellt. Die Kissen sollen aufgrund ihrer Form brustoperierten Krebspatientinnen nicht nur helfen bei der Lagerung im Bett nach der Operation, sondern mit ihrer Form auch Mitgefühl und Anteilnahme symbolisieren. Chefarzt Dr. Thomas Noesselt und Andrea Hahne, Initiatorin des Projekts „Anica“ („Mut fassen“) an der Hamelner Klinik, freuen sich über diese Spende, die die heimische Politikerin bereits zum zweiten Mal überreicht hat.

Weihnachtslieder im Stall: Rohrsens Ortsvorsteher Jobst Brüggemann mit dem „Chor des heiligen Wladimir“.

Foto: CK



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