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Es war ein rauschendes Fest, das am vergangenen Wochenende in der gerade gerichteten und künftig größeren Halle von „Meisterstück“ gefeiert wurde. Und Anlässe gab es gleich mehrere: Firmenchef Otto Baukmeier feierte seinen 70. Geburtstag (er liegt schon etwas zurück), Sohn Markus war 40 Jahre alt geworden, außerdem übergab der Vater offiziell den Betrieb in die Hände seiner Kinder Markus und Stefanie. Rund 350 Gäste hatten sich, zum Teil getreu dem Motto „Après-Ski“ stilecht gekleidet und ließen sich von einem Alleinunterhalter in Stimmung bringen. Große Augen gab’s, als die Geburtstagskinder in einem am Hallenkran befestigten Lift eingeflogen wurden und mit einem Dialog einstimmten auf das, was folgte: die offizielle Staffelübergabe. Ob Otto Baukmeier vielleicht aber doch noch nicht richtig loslassen kann? Jedenfalls überreichte er seinen Kindern zwar einen symbolischen Stab – als er den öffnete, hingen allerdings lange Strippen daraus – ein Hinweis darauf, wie er sich seinen künftigen Ruhestand vorstellt? Auf Geschenke hatte die Familie übrigens verzichtet und stattdessen um einen kleinen Obolus für den guten Zweck gebeten. Und die Gäste zeigten sich großherzig: 4940 Euro kamen so zusammen, die jetzt verschiedenen Kindergärten gespendet werden sollen.

veröffentlicht am 16.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 04:21 Uhr

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Ganz besondere Perlen aus Ghana verarbeitet Helke Drespe aus Fischbeck zu wunderschönen Ketten. Das Afrika-Projekt zugunsten aidsinfizierter Kinder hat Künstlerin Susanne Pollach aus Hamburg initiiert. Für die Perlen schmelzen die Frauen in Ghana Glas ein, bis es pulverisiert ist, dann werden Kugeln geformt und im Ofen gebrannt. Danach erhalten die Kugeln ein schönes buntes Muster. Jedes Exemplar ist ein Unikat. Kaufen kann man die Ketten in der Boutique Annette und im Gold & Silberhaus Lühr, beides Baustraße. Der gesamte Erlös wird gespendet.

Ungewöhnlicher Nachwuchs bei Erika und Rudolf Hülsen am 164er Ring: Das Ehepaar, auch als „Puppendoktoren von Hameln“ bekannt, zieht derzeit winzige Pudel auf. Ihre Pudeldame „Puppi“ hat nämlich sechs Junge geworfen, mehr als doppelt so viel wie bei diesen Hunden üblich. Da sie aber nicht genügend Milch hat, päppeln die Eheleute Hülsen den Nachwuchs jetzt mit einer Spritze auf. Noch sind die kleinen Welpen blind und hilflos, doch in ein paar Tagen werden sie ihre Augen öffnen. Mindestens zwei Monate bleiben sie dann noch in der Obhut der Mutter, dann suchen sie ein neues Zuhause.

Im traditionsreichen „Rattenfängerhaus“ hat kürzlich der Comic-Künstler André Houot (er hat ein Rattenfänger-Buch gezeichnet) gespeist und ließ sich nicht lange bitten, als Restaurant-Chefin Christina Hartlieb-Fricke ihn um einen Eintrag ins Gästebuch bat. In aller Seelenruhe zeichnete er eine Figur und versah sie mit einer Widmung auf Französisch, die übersetzt lautet: „Für die Freunde der guten Küche.“

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Majestät in Handschellen: Bettina Bechstein wird im Polizeiwagen abgeführt.

Ein Wiedersehen nach 38 Jahren in Aerzen gab es vor Kurzem für David Goshawk und Mike Payne, beide 1970 Berufssoldaten in Lippstadt bei der 4 Squadro, 22 Signal Regiment. Payne heiratet damals eine deutsche Frau, kaufte sich nach viereinhalb Jahren vom Militär frei und blieb lange in Lippstadt. Seit 20 Jahren wohnt er in Aerzen und praktiziert als Bowen-Therapeut. Goshawk heiratete ebenfalls und war in der Militär-Siedlung fast Nachbar von Payne, ohne dass beide voneinander wussten. Nach 22 Jahren Militärzeit verließ auch er die Armee und arbeitete in Croyden London in der Stadtverwaltung, bis zur Frührente dieses Jahres. Jetzt bereist er ganz Europa mit seiner Frau und hat über das soziale Netzwerk Facebook den Kontakt zu seinem alten Kameraden gefunden. Klar, dass ein Treffen im Weserbergland vereinbart wurde. Das geplante Grillfest im Aerzener Garten fiel allerdings buchstäblich ins Wasser, bedingt durch das typisch englische Wetter, das die Besucher mitgebracht hatten.

Hoch her ging es am vergangenen Wochenende beim dreitägigen Schützenfest vor allem in Bannensiek, wo Thomas Meyer-Hermann, der Ehrenkönig des vergangenen Jahres, wohnt. Zu seiner Abholung waren 98 Mitglieder des Schützenvereins Hameln von 1862 e. V. mit zwei Gelenkbussen angereist, und mit dabei waren auch die Brass Band Hemeringen und der Musikzug Flegessen. Als seine Majestät aber zum Umtrunk in den Garten bat, folgte ihm zunächst niemand. So machte Oberschützenmeisterin Beatrix Baum-Jansen ihm klar, dass ohne Befehl nichts geht. Und siehe da: Nach einem lauten „Weggetreten!“ folgten alle in den Biergarten. Dort ging die Party dann richtig ab, zumal auch die Nachbarn ihre Gärten geöffnet hatten, damit alle Platz hatten. Nur eine fiel auf: Wegen vermeintlicher „Ruhestörung“ wurde Königin Bettina Bechstein „verhaftet“ und im Polizeiwagen abtransportiert.

Fußball zum Ersten: Nicht nur in Polen und der Ukraine wird um das runde Leder gekämpft: Am vergangenen Samstag wurde zum zweiten Mal der O-I Soccer-Cup von Owen Illinois, einem Unternehmen zur Glasherstellung, ausgespielt. In einem spannenden Finale besiegte das Mitarbeiter-Team aus Schottland die spanische Mannschaft mit 4:2. „Es war ein fantastisches Event mit tollem Sport, einem erstklassigen Fairplay und nicht zuletzt bestem Wetter“, zeigte sich Joachim Herzig, Geschäftsführer von O-I Deutschland, begeistert. Dritter in diesem Match wurde übrigens die deutsche Mannschaft mit Spielern aus den Werken in Rinteln und Holzminden. Das Team konnte Polen mit 2:0 besiegen. Insgesamt nahmen über 160 Mitarbeiter von zehn O-I-Standorten an dem Turnier teil, das auf dem Vereinsgelände des FC Tannenhof 1950 in direkter Nachbarschaft zum Deutschlandsitz von O-I, in Düsseldorf-Vennhausen, ausgetragen wurde. Die Siegerpokale waren selbstverständlich aus Glas.

Fußball zum Zweiten: Vor wenigen Tagen bekam Uwe Behnsen ein Geschenk, das er nicht ablehnen konnte: In seinem Stammlokal „Marco Polo“ bekam der Hamelner Rechtsanwalt eine deutsche Nationalfahne. Nun weht ein schwarz-rot-goldenes Banner vor seiner Kanzlei an der Deisterstraße. Aber: Der Mann ist politisch ein Grüner, saß auch mal im Rat. Sollte das vielleicht ein Hinweis auf bevorstehende Ampelkoalitionen sein?

Kommt eine Gondel geflogen: Otto Baukmeier (re.) und Sohn Markus schweben zur Erheiterung der Gäste im Lift am Hallenkran ein.

Ungewöhnlich: Pudeldame „Puppi“ schenkte sechs Welpen das Leben.

Foto: xb

Mit dieser Zeichnung verewigte sich André Houot im Gästebuch des Rttenfängerhauses.



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