weather-image
28°

wer, wie, was 10.3.

Für Frauen ist es der blanke Horror, wenn ihr Kleid auf einem Ball auch noch von einer anderen getragen wird. Der Abend ist dann meist gelaufen. Männer sind da offenbar viel gelassener. Zumindest, wenn es um das gute Stück geht, das dem „Pinguin“-Dresscode für offizielle Anlässe die individuelle Note gibt: den Schlips. Da kann es nämlich auch schon mal vorkommen, dass zwei Herren den gleichen Binder tragen. So geschehen bei der „Kleinen Abendgesellschaft“ der Deutschen Schützen auf dem Finkenborn. Wilfried Kinast und Wolfgang Kaiser trugen in feiner Abstimmung auf die Garderobe ihrer Frauen, die in Rot und Schwarz erschienen waren, rotschwarz-gestreifte Schlipse. Und nahmen es mit Humor, dass sie immer wieder darauf angesprochen wurden. „Der Schlips ist von C&A“, gestand Kaiser, der frühere Fachbereichsleiter Planen und Bauen, mit einem verschmitzten Lächeln. Wo der Chef von Zaunbau Gümpel sein gutes Stück erwarb, hat er nicht verraten. Verwechslungsgefahr bei den beiden WKs bestand trotzdem nicht: Kinast trug ein weißes Hemd zum schwarzen Anzug, Kaiser ein schwarzes und hatte außerdem ein rotes Einstecktuch dabei und das Hameln-Abzeichen am Revers.

veröffentlicht am 10.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

270_008_5298773_hm403_1003.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Mrs. Susan gives hope (Frau Susanne schenkt Hoffnung)“, sagte Amarasiri Kuruwage, Interhelp-Koordinator für Trincomalee auf Sri Lanka, anlässlich der Übergabe eines Massivhauses im Dorf Morawewa. Mit Mrs. Susan ist die Hamelner Stadtwerke-Chefin Susanne Treptow gemeint. Die 43-jährige Steuerberaterin war auf eigene Kosten ins ehemalige Ceylon gereist, um „ihr“ von Interhelp gebautes 55 Quadratmeter großes Haus einer fünfköpfigen tamilischen Familie zu übergeben. Die 5000 Euro, die das Haus gekostet hat, hatte Susanne Treptow zum überwiegenden Teil aus eigener Tasche bezahlt. Ihre Freunde unterstützten sie, schenkten ihr am 11. Februar zu ihrem Geburtstag Geld statt Geschenke. Im ehemaligen Bürgerkriegsgebiet ist es üblich, den Namen des Spenders auf das Dach zu schreiben. Auf den roten Dachziegeln des Treptow-Hauses steht in weißen Lettern jedoch das Wort „HOPE“. Wie passend: Susanne Treptow wohnt in Halvestorf-Hope – und im Englischen bedeutet Hope Hoffnung. Das Ehepaar Chandani und Logan und dessen Kinder Madushan (12) und die Zwillinge Ingalie und Bawana (2) und viele Verwandte waren dabei, als die Spenderin aus dem fernen Deutschland ein rotes Band durchschnitt und das Haus einweihte. Ihr und dem hinduistischen Elefantengott Ganesh zu Ehren wurde Büffelmilch zum Überkochen gebracht, Reis und Blütenstaub ausgestreut und ein kleines Feuerwerk gezündet. Vor Freude kniete das bettelarme und zu Tränen gerührte Ehepaar nieder und bedankte sich für das Geschenk. Mit dabei auf der Mission der Menschlichkeit waren Interhelp-Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann und sein Stellvertreter Reinhold Klostermann. Auf Sri Lanka baut Interhelp auf Bitten der Regierung seit 2010 Häuser für singhalesische und tamilische Kriegsopfer. „Wir nennen das Projekt Aufbauhilfe für den Frieden“, erklärt Behmann. „Denn wer nach über 30 Jahren Bürgerkrieg wieder etwas sein eigen nennt, hat etwas zu verlieren. Der ist nicht so anfällig für radikale Ideen von möglichen Kriegstreibern.“ Die Frieden stiftende Interhelp-Idee kommt offenbar gut an: Neben der Pyrmonter Loge „Friedrich zu den drei Quellen“, dem Freimaurerischen Hilfswerk und der „Großloge der Alten und Angenommenen Maurer von Deutschland“ haben auch die Firma Decor Metall aus Bad Oeynhausen und die Fürstliche Hofreitschule in Bückeburg bei Interhelp „Häuser der Hoffnung“ in Auftrag gegeben.

Allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz: Susanne Ehlerding hat nicht genullt. Die Chefin des gleichnamigen Hamelner Blumenhandels ist am Mittwoch nämlich erst 49 Jahre alt geworden – und bekam von Ehemann Peter, wie sich das gehört, einen megamäßigen Strauß dunkelroter Rosen. Da sie aber praktisch denkt, ließ sie sich zwar fürs Foto damit ablichten, schlug dann aber vor, die Blumen am nächsten Tag weiterzuverkaufen. Was natürlich nicht ernst gemeint war, sondern nur ein Scherz von „Guste“ sein sollte.

Die heimische Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann (Die Linke) hat sich am Weltfrauentag vorgestern gemeinsam mit ihren Kolleginnen im Bundestag zu einer reinen Frauenfraktion formiert. Während die weiblichen Abgeordneten das Rednerpult übernahmen, schickten sie ihre Kollegen zum Üben in sogenannte Frauenberufe. Die sollten damit unter Beweis stellen, dass sie die Leistungen von Frauen wertschätzen. Ach, wenn doch öfter mal so ein Weltfrauentag wäre!

270_008_5307981_hm405_1003.jpg
  • Blumen im Blumenparadies: Einen Riesenstrauß roter Rosen bekam Susanne Ehlerding von ihrem Mann Peter zum Geburtstag. F.: Dana
270_008_5294811_hm401_1003.jpg
270_008_5307731_hm404_1003.jpg

Das „Syndikat“, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur (A.I.E.P.), schreibt in jedem Jahr Autorenpreise aus. Für die mit 1500 Euro dotierte Kategorie „Debüt-Kriminalroman“ wurde der fränkische Autor Jan Beinßen zum neuen Juryvorsitzenden gewählt. Im Syndikat sind inzwischen 700 Krimiautorinnen und -autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv, darunter Sebastian Fitzek, Ingrid Noll, Jacques Berndorf, Bernhard Schlink, Frank Schätzing, Friedrich Ani und Ulrich Wickert. Gegründet wurde das Autorennetzwerk 1986 mit dem Ziel, die deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben sowie für die Mitglieder ein Forum des Austauschs zu schaffen. Das Syndikat veranstaltet jedes Jahr ein großes Krimifestival: die Criminale. Beinßens Jury wird ihre Ergebnisse im kommenden Jahr in Bern bekannt geben. „Bis dahin gibt es viel zu tun“, so Beinßen, der aus Stadthagen stammt und sich seine journalistischen Sporen unter anderem bei der Dewezet verdient hatte. Seine Jurymitglieder und er werden in den kommenden Monaten 100 Erstlingswerke lesen und bewerten.

Das doppelte Lottchen: „WK“ und WK“ (Walter Kinast und Wolfgang Kaiser, re.) mit identischen Krawatten. Die beiden nahmen’s mit Humor. Foto: MJ

Susanne Treptow nannte das von ihr finanzierte Interhelp-Haus „Hope“. Gemeinsam mit Interhelp-Schirmherr Alexander zu Schaumburg-Lippe, Ulrich Behmann und Reinhold Klostermann übergab die Stadtwerke-Chefin das Hope-Haus an eine fünfköpfige tamilische Familie.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare