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Ortsbürgermeister werden gewählt

Wer soll in den Ortsteilen den Hut aufhaben?

HAMELN. In dieser Woche beginnen die Wahlen der Ortsbürgermeister in den Hamelner Ortsteilen. Den Auftakt macht am Mittwoch der Ortsrat in Halvestorf. Unsere Zeitung lotet aus, wer in den jeweiligen Ortsteilen die besten Chancen hat, in den kommenden fünf Jahren den Hut aufzuhaben.

veröffentlicht am 01.11.2016 um 12:31 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

Philipp Killmann

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Halvestorf: Hartmut Binder (SPD) ist seit zehn Jahren Ortsbürgermeister von Halvestorf und wird es voraussichtlich auch in den kommenden fünf Jahren bleiben. Dass Binder als Ortsbürgermeister kandidieren soll, sei in der SPD-Fraktion bereits gesetzt, sagt er selbst. Die SPD hat die Mehrheit im Ortsrat. Damit dürfte Binder als alter und neuer Ortsbürgermeister feststehen. Die Ziele für die Ortschaften Halvestorf, Hope, Bannensiek und Weidehohl: dem demografischen Wandel entgegenwirken, etwa indem Leerstand verhindert wird, sinnvolle Bebauung stattfindet und Grundschule und Freibad erhalten bleiben.

Hilligsfeld: Am morgigen Donnerstag kommt der Ortsrat von Hilligsfeld zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und wählt seinen neuen Ortsbürgermeister. Altortsbürgermeister Walter Bödecker (CDU) ist nicht mehr im Ortsrat vertreten. Die meisten Stimmen konnte dieses Mal Thorsten Blascheck von der Freien Wählergemeinschaft (FW) für sich verzeichnen (207), gefolgt von Walter Bödeckers Sohn Tim (155). Ambitionen für das Amt des Ortsbürgermeisters hat Blascheck jedoch nicht: „Muss nicht sein.“ FW und CDU sind mit zwei Sitzen gleichauf, die SPD kommt auf einen Sitz. Blascheck geht davon aus, dass man sich gemeinsam auf einen Ortsbürgermeister einigt.

Haverbeck: Thorsten Sander (CDU) wird voraussichtlich den alten und neuen Ortsbürgermeister von Haverbeck stellen. Zumindest stellt die CDU mit drei Sitzen gegenüber SPD und dem Einzelwahl-Kandidaten Holger Steinhoff mit jeweils einem Sitz) die Mehrheit. Für eine Stellungnahme war Sander gestern bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

Sünteltal: Bettina Schultze (SPD), die amtierende Ortsbürgermeisterin, will auch weiterhin die Spitze im Ortsrat der Sünteltal-Dörfer Holtensen, Unsen und Welliehausen bilden. Die Chancen stehen gut. Schultze hat mit 691 die mit Abstand meisten Stimmen erhalten, vor Genosse Reinhard Heidenblut, der auf 190 Stimmen kam. Und die CDU-Fraktion, die mit drei Sitzen über einen Sitz weniger als die SPD verfügt, hatte vor fünf Jahren schon für sie gestimmt. Schultzes Ziele: Die Pläne der Forstgenossenschaft, das Tanklager in Unsen für Flüssigdünger zu nutzen, verhindern, neues Bauland verorten, barrierefreie Wohnungen, Kindergarten und Grundschule erhalten und attraktiv für junge Familien bleiben.

Klein Berkel: In Klein Berkel zeichnet sich ein Wechsel an der Spitze des Ortsrats ab. Die meisten Stimmen (500) hat Kurt Meyer-Bergmann von der SPD bekommen. Die amtierende Ortsbürgermeisterin Ilona Bode-Wißmann von der CDU kam nur auf 222. Dem Vernehmen nach schließen sich CDU und Grüne zusammen, sodass sie gemeinsam auf vier Sitze kämen. Die vier Sitze der SPD, die Kurt Meyer-Bergmann als Ortsbürgermeister sehen will, würden allein nicht ausreichen. Doch es zeichnet sich ein Zusammenschluss von SPD und FDP (2 Sitze), ab. Damit wäre die Mehrheit für Meyer-Bergmann perfekt. Seine Ziele: Verschönerung des Ortsbildes, Wiederbelebung des Humme-Springens und die Zusammenarbeit von Grundschule und Kitas unterstützen.

Wehrbergen: Karsten Meyerhoff (CDU) könnte in Wehrbergen erneut zum Ortsbürgermeister gewählt werden. Er erhielt nicht nur die meisten Wählerstimmen, seine Partei stellt auch die meisten Sitze (3) vor der SPD (2) und den Grünen (1). Für eine Stellungnahme war Meyerhoff gestern nicht zu erreichen.

Afferde: Björn Lönnecker von der SPD will in der konstituierenden Sitzung des Ortsrats Afferde erneut als Ortsbürgermeister antreten. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Stimmenzahl, wie er selber sagt. Mit 764 Wählerstimmen hat er nicht nur die meisten Stimmen erhalten, sondern auch fast doppelt so viele wie Helmut Reinecke von der CDU. Lönneckers Ziele für die kommenden fünf Jahre: den Busverkehr auch nach der Fusion des öffentlichen Nahverkehrs von Stadt und Landkreis attraktiv für Afferde gestalten, die Spielplätze mit erheblichem Sanierungsbedarf überholen und der Einsatz für eine Radwegverbindung zwischen Afferde und Hastenbeck.

Hastenbeck: Der amtierende Ortsbürgermeister Walter Kinast (CDU) konnte mit 665 Stimmen rund sechs mal mehr Stimmen einfahren als sein Parteifreund Arnold Wömpener (114) und Wolfhard Hensel (113) von der SPD. Die CDU hat im Ortsrat mit vier Sitzen die Nase vorn, vor der SPD mit drei Sitzen. Damit stehen die Zeichen auf einer neuen Amtsperiode von Kinast. Für eine Stellungnahme zu erreichen war Kinast gestern nicht.

Tündern: In Tündern findet am 30. November die letzte konstituierende Sitzung der Hamelner Ortsräte statt. Amtierende Ortsbürgermeisterin ist Elke Meyer (SPD). „Und ich würde es auch gerne wieder machen“, sagt die Sozialdemokratin. Die Chancen dafür, dass sie erneut Ortsbürgermeisterin wird, stehen nicht schlecht. Bei der Kommunalwahl in Tündern hat sie mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten. Aus den eigenen Reihen – die SPD-Fraktion stellt die einfache Mehrheit –, aber auch aus anderen Fraktionen habe sie bereits Signale vernommen, dass man sich eine erneute Amtszeit mit ihr als Ortsbürgermeisterin vorstellen könne. Zumal sowieso niemand sonst Ambitionen für das Ortsbürgermeisteramt habe. Ein Hauptziel von Elke Meyer für die kommenden fünf Jahre: „Druck machen“ bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung für Sanierung beziehungsweise Neubau der Kindertagesstätte. Die Verwaltung hatte dafür frühestens 2018 in Aussicht gestellt. Das ist Meyer und dem Ortsrat zu spät.

In Rohrsen und Wangelist gibt es weder Ortsrat noch Ortsbürgermeister, sondern Ortsvorsteher, in Wangelist zum ersten Mal. Bestimmt wird der Ortsvorsteher vom Rat der Stadt. Vorgeschlagen wird er von der Fraktion derjenigen Partei, die in der Ortschaft bei der Ratswahl die meisten Stimmen geholt hat. In Rohrsen ist das die CDU. Für sie hat der amtierende Ortsvorsteher Jobst-Werner Brüggemann die meisten Stimmen gewonnen. Auch in Wangelist war die CDU die Fraktion mit den meisten Stimmen. Sie schlägt – wie berichtet – Uwe Burhenne vor.



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