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Wohnraum für Ältere unter der Lupe / Im Mai startet Befragung der Über-55-Jährigen

Wer ist bereit umzuziehen?

Hameln. In Hameln fehlt alters- und behindertengerechter Wohnraum. „Demografischer Wandel, die Pluralisierung und Individualisierung der Lebensstile sowie eine immer stärker werdende Singularisierung der Gesellschaft“ führen nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung „zu einem anhaltenden Trend der Haushaltsverkleinerung und zur Herausbildung neuer Nachfrageformen, wie beispielsweise altersgerechtes barrierefreies Wohnen“. Um eine „Planungsgrundlage“ zu schaffen, soll im Mai eine Umfrage unter 2400 Bürgern über 55 Jahren gestartet werden – unter der Überschrift: „Wohnen im Alter – wie wollen Sie in Zukunft leben?“

veröffentlicht am 08.04.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Gibt es weiteren Bedarf an barrierefreiem Wohnraum? Welche Wohnungsgrößen werden bevorzugt? Sind die Menschen überhaupt bereit, ihre angestammte Wohnsituation für ein altersgerechtes Wohnen aufzugeben? Gibt es Barrieren, die dem Umzug in einen altersgerechten Wohnraum entgegenstehen? Diese und weitere Fragen sollen Aufschluss darüber geben, wie die Entwicklung des Wohnungsmarktes im Rahmen des demografischen Wandels aussehen könnte.

„Im Vordergrund der Befragung steht, ob die Bürger bereit sind, für eine altersgerechte Wohnung umzuziehen oder was sie daran hindert“, heißt es aus dem Rathaus. Die Verwaltung möchte wissen, wie die Hamelner „ihre derzeitige Wohnsituation in diesem Kontext beurteilen, welche Defizite sie sehen und welche neuen altersgerechten Wohnformen ihnen bekannt sind“. Inwieweit die Stadt Hameln auf die Ergebnisse reagieren wird – beispielsweise durch Fördergelder oder Hilfen beim Umzug – sei noch unklar. „Welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden müssen, wird sich erst nach der Auswertung der Befragung zeigen. An dieser Stelle kann man den Ergebnissen nicht vorgreifen“, heißt es weiter. Ein Ziel der Befragung sei es, „eine fundierte Informations- und Entscheidungsgrundlage für die Verwaltung, aber auch für private und gewerbliche Marktteilnehmer, zu schaffen“. Wichtig sei dabei, nicht nur von einem steigenden Bedarf an altersgerechtem Wohnraum auszugehen, sondern auch Aussagen treffen zu können, „wie sich dieser ausdifferenziert“. Es gehe der Stadt darum, eine Entwicklung von Wohnraum am Bedarf vorbei zu vermeiden.

Bereits 2012 hat es eine Bürgerbefragung gegeben – Ergebnis: Ein Großteil der Befragten, 44 Prozent, beurteilt die Alters- und Behindertengerechtigkeit des gegenwärtigen Wohnraums mit „schlecht“ beziehungsweise „sehr schlecht“. 34 Prozent der Befragten sehen einen Sanierungsbedarf im Bereich der Barrierefreiheit. Auf die Frage, welche Konsequenzen aus diesen bereits vorhandenen Ergebnissen gezogen worden sind, heißt es, „in erster Linie ist eben diese Befragung eine Konsequenz aus den Ergebnissen der Bürgerbefragung 2012“. Die damaligen Ergebnisse hätten deutlich gemacht, dass die Wohnsituation vieler Bürger in diesem Bereich Defizite aufweise. Im Wohnraumversorgungskonzept der Stadt („Leitlinien“), das im vergangenen Jahr vorgelegt worden ist, war die Befragung der Wohnbevölkerung angekündigt worden; es wurde lediglich das Alter der zu Befragenden von über 60 auf über 55 herabgesetzt. Neben der Befragung wird das Thema von dem „Runden Tisch Wohnberatung in Hameln-Pyrmont“ bearbeitet. Ziel ist es auch, älteren Menschen den Zugang zu Informationen über eine Verbesserung der Wohnsituation zu erleichtern.

Mit einer Auswertung der Ergebnisse sei im August zu rechnen. Der Politik könnten sie dann im letzten Quartal des Jahres vorgelegt werden.

Mit einer Umfrage will die Stadtverwaltung analysieren, wie die Hamelner im Alter wohnen möchten.Dana



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