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In Weser und Hamel ist derzeit viel Müll zu sehen – eingesammelt wird er trotzdem nicht

Wer holt den Schrott aus dem Wasser?

HAMELN. Flaschen, Kisten, Alteisen, Verpackungen. Sogar etliche Pflastersteine liegen auf dem modrigen Grund der Hamel. Es gibt kaum eine Fläche im Flussbett, auf der kein Müll oder Unrat zu sehen ist. Ein ähnliches Bild bietet sich an der Weser. Fahrräder lugen auf Höhe der Pfortmühle aus dem Wasser .

veröffentlicht am 16.09.2018 um 13:11 Uhr

Aus der Weser ragt ein Einkaufswagen. Könnte man nicht das Niedrigwasser nutzen, um ihn herauszuholen? Foto: Dana
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Nicht weit davon entfernt fließt das Wasser um ein Hindernis herum – um einen im seichten Wasser liegenden Einkaufswagen.

Der Wasserstand in der Hamel ist momentan extrem niedrig, das Gewässer nicht trübe. Beste Voraussetzungen also, um einmal Klarschiff in der Hamel zu machen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragen Passanten am 164er Ring. Wollen zuständige Stellen etwa erst darauf warten, dass der Pegel wieder steigt?

Zuständig für den Bereich zwischen der Deisterstraße und dem Steigerturm ist die Stadt Hameln. Dort stimmt man zwar zu, dass aktuell ein guter Zeitpunkt sei, um Unrat aus der Hamel zu fischen. Dennoch wird vorerst nichts passieren. „Das Problem ist, dass das vorhandene Personal mit anderen Aufgaben beschäftigt ist“, sagt Pressesprecherin Janine Herrmann. Es sei nicht einfach, geplante Arbeiten liegen zu lassen, um die Hamel zu säubern, heißt es. Zudem sei die Personaldecke derzeit dünn, da einige Mitarbeiter sich noch im Urlaub befänden.

Ein Fahrrad auf dem Grund der Weser. Der Lenker ragt schon aus dem Wasser. Foto: Dana
  • Ein Fahrrad auf dem Grund der Weser. Der Lenker ragt schon aus dem Wasser. Foto: Dana
Viel Müll ist nun in der Hamel zu erkennen. Foto: fn
  • Viel Müll ist nun in der Hamel zu erkennen. Foto: fn

Zwei- bis dreimal pro Jahr kümmere sich der Betriebshof um die Grünflächen an den Hamelufern, dann würde auch im Wasser entdeckter Müll aus dem Fluss gezogen und entsorgt, so die Verwaltung.

Und wie sieht es mit dem in der Weser – einer Bundeswasserstraße – liegenden Schrott und Abfall aus? Müll, der in dem Fluss liege, sei „Sache der Stadt Hameln“, betont Daniel Brader vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Hann. Münden. Eigentlich sei zwar das Land zuständig, doch werde die Stadt zum Bergen und Entsorgen hinzugezogen, erklärt der stellvertretende Wasserbaumeister in der WSA-Außenstelle in Hameln. Mülleinsammeln sei laut Wasserstraßengesetz nicht Aufgabe des Unterhaltungsamtes.

Anders sei es, wenn eine Gefahr besteht. Etwa, wenn Schiffe mit einem Hindernis kollidieren könnten. Dennoch werde das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ab und zu um Amtshilfe gebeten, da es mit seinen Schiffen über die oft notwendige Technik verfüge. „Aber bei dem jetzigen Wasserstand kommen wir nicht überall hin“, meint Brader. Auch nicht zum illegal entsorgten Einkaufswagen an der Pfortmühle.



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