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Crohn- und Colitis-Tag

Wenn‘s im Bauch rumort

HAMELN.Wenn Blähungen, Bauchschmerzen, Unwohlsein sowie häufige Durchfälle immer wiederkehren, sollten diese Darmprobleme nicht schamhaft ignoriert werden, denn eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) könnte der Grund für die Beschwerden sein.

veröffentlicht am 30.10.2017 um 16:15 Uhr

Die Mitglieder der Hamelner Selbsthilfegruppe informieren über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Foto: sb
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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HAMELN. Derzeit sind 400 000 Menschen in Deutschland von den am häufigsten auftretenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen.

Um Aufklärung zu betreiben, findet alljährlich deutschlandweit der Crohn & Colitis-Tag statt. Ziel der Kampagne ist es in erster Linie, nicht nur Betroffene und ihre Angehörigen über Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu informieren, sondern um das Verständnis für die Erkrankungen in der Öffentlichkeit zu werben. Auch die Hamelner Crohn- und Colitis-Selbsthilfegruppe „Croco’s“ beteiligt sich an der Aktion. Treffen kann man die CroCo’s heute, Mittwoch, 1. November, 19 Uhr, bei der 11. Hamelner Gesprächsrunde für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa im Monopol an der Deisterstraße. „Betroffene mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden oft unter starken Beschwerden. Doch in der Vorstellungswelt vieler Menschen kommen chronische Krankheiten nicht vor. Schon gar nicht, wenn es um das oft schamvoll verschwiegene Thema Darm geht“, erklärt Ursula Wissel von der Hamelner Selbsthilfegruppe. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verlaufen schubweise, sind noch nicht heilbar und gehen mit schweren Einbußen in der Lebensqualität der Betroffenen einher. Als Ursache gilt eine Kombination von Genen, Umweltfaktoren und einer Barrierestörung des Darmes.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen beginnen häufig im jungen Erwachsenenalter. Die CroCo’s sind daher eine altersgemischte Gruppe. Aber trotz der Einschränkungen, die die Krankheiten mit sich bringen, sind sie eine positiv eingestellte Truppe, das wird beim Besuch der jeden dritten Mittwoch im Monat um 19 Uhr stattfindenden Treffen deutlich. Da wird sich nicht nur über Krankheiten, Medikamente, Ärzte, Kliniken, Ernährung und neue Behandlungsmethoden ausgetauscht. „Oft sitzen wir auch nur nett zusammen, unterhalten uns oder unternehmen etwas“, berichtet Petra Schwider, die neben Verena Schiefelbein zu den Gründungsmitgliedern gehört.

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