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Wenn schlucken nach einem Schlaganfall schwer fällt

veröffentlicht am 02.11.2011 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Schlucken

Coppenbrügge (ist). Das Essen gelangt in den Mund, und von dort aus mit reichlich Speichel über die Speiseröhre in den Magen. Eigentlich pure Routine, doch gerade für Schlaganfall-Patienten ist dies ein großes Problem. Sie leiden oft unter Schluckstörungen, die sogenannte Dysphagie - und das ist keine Bagatelle. Im Krankenhaus Lindenbrunn gibt es jetzt eine ambulante Therapie.

Störungen beim Schlucken gehören zu den häufigen Folgeerkrankungen einer Hirnverletzung und können tödlichen verlaufen. Nach einem Schlaganfall leiden in der Akutphase (in den ersten 4-8 Wochen) bis zu 50 Prozent der Patienten an einer Störung der Schluckabläufe, erklären  Dr. Matthias Ullmann (Oberarzt  Neurologie). Neurogene Schluckstörungen seien ewig Stiefkinder der Medizin gewesen. Erst seit 10 Jahren seien Schluckstörungen nach Hirnverletzungen mit der Gefahr lebensbedrohlicher Lungenentzündungen und Erstickungssituationen in den Fokus der Wissenschaft gerückt und im Reha-Bereich als Schwerpunkt bei Diagnostik und Therapie etabliert worden.

Einzigartig und neu für die Region Hameln-Pyrmont ist seit diesem Jahr die Möglichkeit, im Rahmen der ambulanten Versorgung auch die erforderlichen Röntgen­untersuchungen des gestörten Schluckablaufes mit kassenärztlicher Zulassung  in der Neurologie des  Krankenhaus Lindenbrunn vornehmen zu lassen, ohne die die Ursachen der Störungen häufig gar nicht auszumachen sind. 

Schluckstörung
  • Bernd Wäsche (41) brach vor einem Jahr bei der Probe mit seiner AC/DC Coverband Hellfire zusammen. Diagnose: Hirnblutung. Lange litt er danach unter Schluckstörungen, Therapien haben ihm geholfen. Therapeut Hendrik Dreißig röngt Wäsche beim Schlucken.

Mit einem neuen Beratungskonzept wendet sich das Krankenhaus verstärkt an die Angehörigen der Patienten, um einen möglichst lückenlosen Übergang von der stationären hin zur ambulanten Therapie und häuslichen Betreuung zu gewährleisten. Erstmalig findet am Dienstag, 8. November um 15.30Uhr ein kostenfreies Angehörigen-Seminar an.

 

 

 



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