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Wenn in Hamelner Apotheken der Tag zur Nacht wird

veröffentlicht am 28.02.2013 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln (ww). Um Punkt 12 Uhr gingen die Lichter aus: Apotheken in ganz Deutschland machten am Donnerstag den Tag zur Nacht, um Kunden, Patienten und Machthaber auf einen Missstand in der Vergütung von Nacht- und Notdiensten aufmerksam zu machen. Auch in Hameln.

Der typische „Klappendienst“, den Patienten sonst nur in Anspruch nehmen müssen, wenn am Sonntag ein Antibiotikum verordnet und dringen eingenommen werden muss oder einem am Feiertag das Mittel gegen Übelkeit ausgeht, musste so mitten am Tage auch von denen genutzt werden, die nur schnell in der Mittagspause ein Rezept einlösen wollten. Damit wollen die Apotheken dagegen protestieren,  dass die ihrer Ansicht nach “dringend notwendige“ Notdienstpauschale nicht wie ursprünglich geplant zum 1. Januar 2013 eingeführt wurde.  Deutschlandweit nehmen nach Auskunft der Apothekenkammer Niedersachsen jede Nacht etwa 20 000 Menschen den Notdienst in Anspruch. Doch für viele Apotheker ist es schwer, den Service zu gewährleisten. Vor allem für die Apotheken auf dem Land reiche der nächtliche Umsatz oft nicht einmal aus, um die Personalkosten zu decken, klagt die Apothekenkammer. Die Bundesregierung hatte den Apothekern Ende letzten Jahres eine zusätzliche finanzielle Unterstützung versprochen, aus der die Apotheken pro geleistetem Notdienst eine Pauschale erhalten sollten. Die Regelung sollte bereits am 1. Januar in Kraft treten, doch noch immer warten die Apotheker auf ihr Geld. Mit dem bundesweiten Aktionstag möchten die Apotheker in ganz Deutschland daher Politiker und Patienten auf diesen Umstand aufmerksam machen.



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