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Zugebissen: Gruseldinner im Klütturm-Restaurant

Wenn Graf Dracula in Hameln seine Vampirzähne bleckt

Hameln (boh). „Es war doch alles nur ein Spiel, und die Diva zickt schon wieder“, brüllt der Regisseur aus dem Off. „Und eens kann ich Ihne saare – arbeite Se nie an eene Theater“, ergänzt die quirlig-babbelnde Putzfrau in breitestem Hessisch.

veröffentlicht am 12.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:21 Uhr

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Als Fazit perfekt nach einem blutigen Abend im Klütturm-Restaurant. Auf der Speisekarte stand „Gruseldinner bei Graf Dracula“. Und wer sich als Gast darauf einließ, der konnte nicht nur schnell mal als Untoter diffamiert werden, sondern war plötzlich mittendrin und hautnah dabei in einer unheimlichen Geschichte, die zeitweise das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Da halfen nur Knoblauchresistenz, Holzpflöcke und Kreuze sowie Weihwasser. Begrüßt wurden die Gäste von einem schaurig-blutarmen Zombie, der sich beim Anblick der Besucher genüsslich die Lippen leckte. Wer nicht auf seinen Hals aufpasste, war eindeutig im Nachteil. Plötzlich krachte ein Blitzschlag durch das ehrwürdige Gemäuer, ein sehr exzentrischer Graf Dracula bat zu Tisch. Und es wurde zugebissen.

Bram Stokers Geschichte war den Gästen selbstredend bekannt. Trotzdem schafften es die fünf Akteure, der blutigen Geschichte neue Akzente zu verpassen. Dabei waren die Zuschauer nicht einfach nur Restaurantgäste, sondern wurden in das schauerliche Spiel mit einbezogen, was dem Theaterstück zusätzlichen Reiz verlieh. „Dieses Menü ist das letzte, was Sie als Lebender zu sich nehmen werden“, bleckte Dracula seine Zähne. Wenn es tatsächlich das Letzte sein sollte, was man als Lebender verspeist, dann hatte es sich überaus gelohnt. Denn nichts wird so eiskalt genossen, wie es schaurig-blutig serviert wird.

Apropos blutig: Ganz und gar nicht blutig oder anämisch präsentierte sich das leckere Vier-Gänge-Menü, das während der einzelnen Gruselakte vom aufmerksamen Restaurantpersonal serviert wurde – auch, wenn die Speisekarte anderes vermuten ließ. Den Auftakt bildeten mit einem Joghurt-Limonendressing marinierte Gruftkräuter an geräucherter Gänsebrust, gefolgt von einem Kürbis-Mangocremesüppchen mit Jacobsmuschel. Als Hauptgang gab es perfekt gegarte Hirschkeulenmedaillons im Salbei-Speck-Mantel auf blutiger Cassissauce. Den krönenden Abschluss bildete ein luftig-leichtes Lebkuchenparfait mit Mandel-Orangenkrokant.

Wer auch diese Gaumenfreuden in Verbindung mit Theaterspiel genießen möchte: Am 25. Januar lädt Doktor Frankenstein in sein Laboratorium im Klütturm-Restaurant ein.

Nichts für schwache Nerven: Beim Gruseldinner im Klütturm-Restaurant lassen die Schauspieler den Gästen zeitweise das Blut in den Adern gefrieren. Foto: boh



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