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Junge Erwachsene, die schnell an Gewicht zulegen, haben ein erhöhtes Darmkrebsrisiko

Wenn die Waage stetig mehr anzeigt

Kirsten B. (39) aus Hameln fragt: Meine Tochter hat in der letzten Zeit ein paar Kilo zugenommen. Ich würde sie nie als dick bezeichnen, mache mir allerdings doch Sorgen um ihre Gesundheit. Ich habe gelesen, dass Übergewicht in so jungen Jahren sogar Krebs auslösen kann. Das klingt doch sehr drastisch. Kann das wirklich eine Folge sein?

veröffentlicht am 12.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Dr. Werner G. Gehring antwortet: Wer im Alter von 18 bis 25 Jahren stark an Körpergewicht zunimmt, muss mit einem deutlich erhöhten Darmkrebsrisiko rechnen. So lautet das Ergebnis einer wissenschaftlichen Auswertung von zwölf entsprechenden Beobachtungsstudien des Deutschen Institutes für Ernährungsforschung und der Universität Kiel.

Hierzulande stellt Darmkrebs bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebsform dar. Die Erkrankung endet bei 50 Prozent der Betroffenen tödlich. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Übergewicht und ein ungünstiges Verhältnis von Körperfett, welches durch Body-Mass-Index (BMI) angegeben wird, wesentlich zum Krebsrisiko beitragen.

Das Körperfett scheint laut Aussagen der Studienleiter durch seinen schlechten Einfluss auf den Stoffwechsel maßgeblich an einer Krebsentstehung beteiligt zu sein. Die Daten von insgesamt 16 151 Darmkrebs-Betroffenen wurden genauer unter die Lupe genommen. Im Ergebnis zeigte sich, dass nicht etwa das körperliche Ausgangsgewicht, sondern die Größe der Gewichtszunahme Einfluss auf eine mögliche Darmkrebsentstehung hatte: Pro fünf Kilogramm zugenommenes Körpergewicht (in einem durchschnittlichen Zeitraum von 12 Jahren) nahm das Krebsrisiko um vier Prozent zu. Insbesondere eine Gewichtszunahme im jungen Erwachsenenalter hat nachteilige gesundheitliche Folgen: Eine Zunahme um 15,2 Kilogramm führt zu einem um 22 Prozent erhöhten Darmkrebsrisiko.

WIR HELFEN WEITER Ihre Fragen – auch anonyme Zuschriften – leitet unser Redakteur Ulrich Behmann an Fachärzte aus der Region weiter. Die Antworten werden n veröffentlicht, Ihre Namen geändert Adresse: Dewezet-Sprechstunde, 31784 Hameln Telefon: 05151/200-421

E-mail: u.behmann@dewezet.de

Dr. Werner G. Gehring.

Selten genossen ist Fastfood keinesfalls Auslöser von Krankheiten. Allzu oft sollte es allerdings nicht auf den Tisch kommen.bilderbox



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