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Refraktive Chirurgie in der Augenheilkunde – was ist das eigentlich und wie funktioniert die Methode?

Wenn die Augen trotz Brille nicht mehr mitmachen

Susanne J. (51) aus Hameln fragt: Ich bin Brillenträgerin und beim Studium einer Zeitschrift auf die sogenannte refraktive Chirurgie gestoßen. Was ist das? Und wie funktioniert diese Methode?

veröffentlicht am 12.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:21 Uhr

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Dr. Werner G. Gehring antwortet: Die „Refraktive Chirurgie“ umfasst Operationsmethoden aus der Augenheilkunde zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit, so dass der Einsatz einer Brille oder von Kontaktlinsen nicht mehr notwendig ist.

Viele Jahrhunderte lang stellte die klassische Brille die einzige Möglichkeit einer Verbesserung des Visus (Sehfähigkeit) dar. Erst im Jahre 1869 begann man mit der Forschung an einer Modellierung der menschlichen Cornea (Hornhaut) mit dem Ziel, einen starken Astigmatismus (Stabsichtigkeit) mithilfe eines Einschnittes zu korrigieren. Besonders der niederländische Augenarzt Herman Snellen (1834-1908) sah in dieser Methode die Möglichkeit, eine dauerhafte Korrektur des Visus zu erreichen.

1885 wurde vom norwegischen Augenarzt Hjalmar Schiötz (1850-1927) die erste erfolgreiche Anwendung eines Verfahrens der refraktiven Chirurgie durchgeführt. Seit den 1930er Jahren werden klinische Studien und Forschungsarbeiten zur Anwendung der Operationsmethoden durchgeführt, so dass es José Ignacio Barraquer 1963 gelang, eine Keratomileusis (spezielles Operationsverfahren) erfolgreich durchzuführen. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde zur Korrektur des Visus erstmals ein Laser zur Abtragung des Hornhautgewebes eingesetzt.

Ziel aller Operationsverfahren ist die Korrektur des zentralen Anteils der Cornea zur Optimierung der Lichtbrechung. Bei folgenden Indikationen kann eine Operation zur Anwendung kommen:

Unbefriedigende oder unzureichende Sehfähigkeit trotz Brillenkorrektur

Mangelnde Verträglichkeit von Kontaktlinsen, bei der die Immunzellen die Speicheldrüsen und Tränendrüsen angreifen

Korrektur einer Operation, die zu keiner befriedigenden Sehfähigkeit geführt hat

Bedarf eines optimalen Sehvermögens (beispielsweise bei Polizisten oder Piloten).

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Dr. Werner Gehring ist Arzt in Bad Münder.



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