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Mit Gerät können Betroffene Dosierung mitbestimmen – Akutschmerzdienst unterstützt nach der Operation

Wenn der Patient den Schmerz selber stillt

Hameln. Ein Bereich, der bisher nicht genügend Beachtung fand, rückt in den Fokus: die Schmerztherapie. Der nun eingerichtete Akutschmerzdienst (ASD) im Sana Klinikum soll vor allem Betroffene bei Schmerzen nach einer Operation unterstützen. Wie zum Beispiel bei Anke Janzen. Die 57-Jährige wurde vor wenigen Tagen am Knie operiert. Damit das Knie nicht steif wird, sollte es möglichst bald nach der OP wieder bewegt werden. Leichter gesagt als getan, wenn die Schmerzen die Bewegungsfreiheit hemmen. Als Lösung bot Dr. Ben Schwerdtfeger, Oberarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, einen sogenannten Schmerzkatheter an. Dabei handelt es sich um einen dünnen Schlauch, der in einen Bereich des Nervs eingeführt wird und dort ein lokales Betäubungsmittel gegen den Schmerz abgibt. Das Besondere: Mit einer Pumpe am Ende des Schlauches kann der Patient selber bestimmen, wann er wieder eine Dosis braucht – entweder, weil der Schmerz zu stark wird oder weil eine Physiotherapie-Übung ansteht. „Anfangs war meine Dosierung noch voreingestellt“, sagt Janzen, „jetzt wird nur noch etwas abgegeben, wenn ich Bedarf habe.“ Eine Überdosierung, so Schwerdtfeger, sei bei dem Gerät ausgeschlossen; zudem dokumentiere es, wie viel des Medikaments abgegeben wird. Seine bisherige Erfahrung zeige, dass die Patienten eher sehr zurückhaltend damit umgingen. „Man muss sie eher animieren, das auch zu nutzen.“ Das Gefühl, sich selber auch helfen zu können, sei für viele von Vorteil. Auch Patientin Janzen war froh, keine starken Schmerzmittel schlucken zu müssen, weil sie die nicht gut vertrage.

veröffentlicht am 15.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

von andrea tiedemann


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