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Zahl der Wildunfälle steigt / Gefährlich ist auch die neue B 83

Wenn das Reh vorm Kühler steht

Hameln (red). Im Herbst steigt die Zahl der Wildunfälle drastisch an: Besonders, wenn es dämmert, am frühen Abend oder am Morgen, müssen Autofahrer in Waldstücken damit rechnen, dass Tiere eine durchführende Straße queren. Deshalb auf jeden Fall langsam fahren, die Straßenränder im Auge behalten und bremsbereit sein, raten Sicherheits-Experten.

veröffentlicht am 25.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:21 Uhr

Ende eines Wildwechsels – das Reh hat’s erwischt.
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In der Vielzahl der Fälle taucht das Wild in einer Entfernung von nur 20 Metern oder noch weniger vor der Kühlerhaube auf, und das auch meist nicht allein, sondern im Rudel. Wer zu schnell fährt, hat keine Chance zu bremsen. Wichtig ist auch, sofort abzublenden und zu hupen.

; Aber nicht nur in Waldstücken kommt es zu diesen gefährlichen Begegnungen. In den letzten Wochen haben Autofahrer vermehrt Wild auf der neuen B 83, der Ortsumgehung von Wehrbergen, beobachtet. Manchmal standen die Tiere direkt auf der Fahrbahn, dass es noch nicht zu folgenschweren Unfällen gekommen ist, sei ein Wunder, meint ein Leser.

Wenn dann doch ein Unfall passiert ist, sollte man auf jeden Fall die Polizei rufen. Sie hilft, den Jagdpächter zu informieren und stellt dem Autofahrer auch eine Bescheinigung über den Wildunfall aus. Letztere muss man seinem Versicherer vorlegen, sobald der Schaden 1000 Euro übersteigt.

Gar nicht selten ereignet sich ein Unfall jedoch, ohne dass das Fahrzeug mit dem Wild direkt zusammenstößt. Unfallgrund: Der Autofahrer erschreckt und verreißt das Lenkrad. Und es gibt Autofahrer, die dem Tier bewusst ausweichen, um einen größeren Schaden zu vermeiden. Die Teilkasko zahlt nur, wenn der Fahrer nachweisen kann, dass das Ausweichen als Rettungsmaßnahme erforderlich war und dadurch ein größerer Schaden verhindert wurde. Gemäß der aktuellen Rechtsprechung muss der Fahrer dafür aber schon den Zusammenprall mit einem Wildschwein, Reh oder Hirsch vermieden haben.

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