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Verrückt, wild, elektrisierend: „Krüger rockt“ die Dewezet-Nachtausgabe im Lalu / Solo-Einlagen begeistern

Wenn Daniel auf dem Kontrabass Kopfstand macht …

Hameln. Der Partytanz „Time Warp“ aus der Rocky Horror Show macht es vor: Sprung von rechts nach links und wieder zurück, dann die Hände an die Hüften und schwingen ... – schon ist der Zeitsprung geschafft. Nicht in die Zukunft oder eine fremde Welt, sondern zurück zu den Wurzeln des Rock’n’Roll führt der musikalische Seitensprung von „Krüger rockt!“ am Montagabend im Lalu. Und diesen Sprung schafft die Combo aus Heidelberg spielend auch ohne den „Time Warp“. Ihre wilde Rock-Show elektrisiert und lädt zum Mittanzen ein. Die Musik begeistert, doch nur wenige Zuschauer schwingen im fröhlichen Rhythmus mit.

veröffentlicht am 07.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Gabriele Laube
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Joachim Villock, Patrick Daniel, Walt Bender und Harald Krüger haben es sich auf die Fahnen geschrieben, die Bühne zum Brennen zu bringen. Es dauert ein wenig, bis die Flamme zündet, und so wirklich lodern will das Feuer nicht. An den mitgebrachten Perlen der Rock- und Bluesmusik liegt das nicht: Von John Lee Hookers „Boogie Man“ über Jerry Lee Lewis „Great Balls of Fire“, Elvis „Trouble“ bis zu Led Zepplins „Rock’n’Roll“ ist alles dabei. Und wird handgemacht mit Gitarre, Kontrabass, Schlagzeug und Klavier authentisch und mit viel Pep dargeboten. Da saust Willock als „The Wild One“ mit der Gitarre durch den Raum, steigt zu Krüger auf den Piano-Hocker oder testet darauf stehend die Stabilität des Basses. Das Instrument muss an diesem Abend so einiges aushalten und wird von Daniel sogar auf den Kopf gestellt, beim rasanten „Johnny B. Goode“ von Chuck Berry. „Boogie Man“ Krüger haut in die Tasten, treibt Pianoläufe auf die Spitze und findet vor lauter Konzentration sein Lächeln nicht. Begeistertes Pfeifen krönt seinen Auftritt, das klingt richtig gut. Doch sein Elvis’scher Hüftschwung begeistert nicht so recht. Natürlich darf bei diesem Rockfeuerwerk Led Zepplins „Rock’n’Roll“ von 1972 nicht fehlen. Da geht die Band ab wie Schmitz’ Katze. Auch solo sind die Musiker überzeugend: Da wäre zum Beispiel die wüste Trommelorgie des genialen Walt Bender. Schlagzeug spielen kann er auch auf einem Bein stehend, und auch eine Maultrommel stellt ihn nicht vor Probleme. Im Dunkeln lässt er dann noch seine leuchtenden Drum-Sticks tanzen. Am Ende gleitet das Publikum ins „Fever“, es wird noch einmal mit den Händen geschnipst – dann geht’s zurück in die Gegenwart.

Halsbrecherische Einlage bei „Krüger rockt!“: Patrick Daniels Turnübung auf dem Kontrabass. Foto: Wal



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