weather-image

Weder Stadt noch Landkreis kennen den Besitzer / Anwohner fühlen sich vom Anblick gestört

Wem gehört das Gelände der Betonfabrik?

Klein Berkel. Seit Jahren liegt es brach, das Gelände mit dem Gebäude der Betonfabrik südlich der Ottostraße in Klein Berkel. Eine Spurensuche, wem das Gelände gegenüber dem Nienstedter Weg gehören könnte und warum dort seit Jahren nichts passiert, beginnt bei der Stadtverwaltung. Von dort heißt es aber nur, die Stadt Hameln sei nicht zuständig, sondern der Landkreis.

veröffentlicht am 11.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:41 Uhr

270_008_7422199_hm_Betonfabrik_Ottostrasse_Klein_Berkel.jpg

Autor:

von Christoph boßmeyer
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Im Falle dieses Geländes konkret die Untere Bodenschutzbehörde. Denn bei dem besagten Gelände handele es sich um das ehemalige Betriebsgelände eines Unternehmens für Betonfarben, so ist vom Landkreis auf Nachfrage zu erfahren. Weiter sei das Gelände ein Altlastenstandort, auf dem ein entsprechender Verdacht nicht flächendeckend ausgeschlossen werden könne. Bedeutet konkret, dass das Gelände an der Ottostraße weiterhin als Altlastenverdachtsfläche im Kataster des Landkreises Hameln-Pyrmont geführt werde – und dementsprechend schwer an potenzielle Interessenten zu vermitteln sein dürfte.

Aber nicht nur Kaufinteressenten sind Mangelware, auch der momentane Eigentümer ist nicht bekannt, wie der Landkreis auf Nachfrage bestätigt. Einer Nutzung des Geländes stünde im Grunde nichts im Wege – wenn da nicht der Altlastenverdacht wäre. Der Landkreis dazu: „Sofern eine konkrete Nachnutzung des aktuell brach liegenden Geländes erfolgen soll, wären weitere Untersuchungen erforderlich.“ Für potenzielle Interessenten natürlich ein denkbares Kriterium, von einem Erwerb der Immobilie Abstand zu nehmen. Die sogenannten Altlasten seien immerhin durch Untersuchungen abgeklärt worden. Es handele sich dabei lediglich um Klecker- und Tropfverluste von Betriebsstoffen auf dem Gelände, nicht um gravierende Verunreinigungen, berichtete die Stadtverwaltung schon vor zwei Jahren.

Seitdem ist nichts passiert, außer, dass das herrenlose Gelände weiter verkommt. Dem Hausmeister der angrenzenden Wohnhäuser „In der Bünte“ ist der Zustand des benachbarten Geländes ein Dorn im Auge. Wenn die Anwohner aus dem Fenster schauen, würde der Blick sofort auf die alte Betonfabrik fallen, auf eine ungepflegte Mauer, Rohre und Müll. Auch der überhand nehmende Wildwuchs störe den Hausmeister. Die Wohnungen seien immer dunkler geworden, immer weniger Licht fiel durch die herüberwuchernden Sträucher und Bäume in die Räume. So könne man eventuellen Mietern keine Wohnung vernünftig präsentieren.

In Absprache mit dem Eigentümer der Häuser sorgte der Hausmeister dafür, dass die an die Wohnhäuser grenzende Mauer des Betonfabrik-Geländes sauber verputzt wurde und eine ansehnliche Bepflanzung geschaffen wurde. All das habe der Hausmeister in Eigenregie gemacht. Er ist dennoch froh, dass die Stadt auf dem Gelände ab und an tätig wird und etwa die Bäume zurückschneidet, auch, wenn das Gelände nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt.

Seit kurzer Zeit scheinen aber noch ganz andere Dinge auf dem Gelände der alten Betonfabrik zu passieren. Gerüchten zufolge sollen sich nachts in dem Gebäude Menschen aufhalten – was eigentlich nicht sein dürfte. Das gesamte Gelände wird von einer hohen Mauer umschlossen und von blickdicht verhängten Toren gesichert. Schilder an den Eingangstoren weisen daraufhin, dass Unbefugten das Betreten des Betriebsgeländes streng verboten ist.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt