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Nach Heizungsexplosion melden sich viele Dewezet-Leser / Neue Anlage heute installiert

Welle der Hilfsbereitschaft für die Frierenden

Hameln (tis). Noch sitzen die 50 Mieter in den drei Wohnblocks an der Wittekindstraße ohne Heizung da. Sie war am Samstagabend aus bislang nicht zu klärenden Gründen explodiert und komplett ausgefallen (wir berichten). Die Firma Ellmar ist derzeit dabei, die Anlage neu aufzubauen. Heute Abend, eventuell sogar etwas früher, soll sie wieder laufen. Der Dewezet-Bericht hat übrigens eine große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst, was Hausmeister Günter Löschner erstaunt, aber auch sehr erfreut hat.

veröffentlicht am 08.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 01:21 Uhr

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„Mit solch einer Welle der Hilfsbereitschaft habe ich nicht gerechnet. Eine tolle Sache, herzlichen Dank dafür“, sagt Löschner. Nachdem der Bericht über die Heizkessel-Explosion am Montag in der Dewezet stand, habe bei ihm das Telefon nicht mehr stillgestanden. Auch habe es laufend an der Tür geklingelt. Der Hausmeister: „Leute aus Coppenbrügge, Bad Pyrmont, sogar aus dem Schaumburger Bereich und natürlich aus Hameln haben ihre Hilfe angeboten oder wollten wissen, wie sie helfen können.“

Doch schon am Montag, als die Geschäfte wieder geöffnet hatten, war die größte Not schon gelindert. Der Hausmeister besorgte leistungsstarke elektrische Heizlüfter: „Die habe ich vordinglich an Familien mit Kleinkindern oder an gesundheitlich angeschlagene Mieter verteilt. Allerdings habe ich auch darauf hingewiesen, nicht alle zur gleichen Zeit zu betreiben, weil sonst die elektrischen Leitungen überlastet werden.“ Löschner weiß von fünf Parteien, die der Kälte entflohen und bei Verwandten untergekommen sind oder ins Hotel wechselten.

Das Ehepaar Inge und Dieter Ahrens blieb und versorgte sich provisorisch mit Wärme. „Wir haben glücklicherweise noch einen älteren elektrischen Heizlüfter, den wir schon entsorgen wollten. Nun hilft er uns, die Wohnung wenigsten etwas warm zu bekommen“, erzählt Inge Ahrens. Auf 16 bis 17 Grad schafft es das Gerät im Wohnzimmer. „Und in der Küche behelfen wir uns mit dem Backofen, der bringt auch ordentlich Wärme“, ergänzt Dieter Ahrens. Gegen die kalten Füße haben beide aber noch kein Rezept gefunden.

Hausmeister Löschner findet auch lobende Worte für die Hausverwaltung „Haus und Grund“, die ebenfalls sofort zur Hilfe geeilt war und unbürokratisch der Firma Ellmar den Auftrag zum sofortigen Neueinbau einer Heizung erteilte. Derzeit sind die Monteure fieberhaft bemüht, eine neue Anlage zu installieren, da die alte komplett zerstört wurde. Dafür musste eigens ein neuer Heizkessel aus Hamburg herbeigeschafft werden. Frank-Michael Seifert, Vive-Geschäftsführer der Firma Ellmar, geht davon aus, dass die Anlage spätestens am heutigen Abend wieder läuft: „Vielleicht bekommen wir es aber auch etwas früher hin.“ Ihm ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Anlage, nachdem sein Monteur Uwe Gaddie Gaszufuhr an der Heizung aufgestellt hatte, nicht mehr weiter lief. Die Explosion hatte sich bereits vorher ereignet. Bei dem Schaden müssen laut Frank-Michael Seifert gleich mehrere ungünstige Faktoren zusammengetroffen sein, was aber nicht mehr genau zu klären sei.



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