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Arzt rät: Pflanze statt Pille

Welche Hausmittel wirklich gegen Erkältung helfen

Hameln. Zwiebelsäckchen auf dem Ohr, Pellkartoffeln auf der Brust? Was manchen wie eine skurrile Kunstperformance erscheinen mag, sind schlicht Hausmittel. Gegen Erkältung. Denn wenn der Kopf brummt, das Atmen schwerfällt und die Nase läuft, ist ein Gang zum Arzt nicht immer sofort nötig. Eine leichte Erkältung lässt sich auch mit „Omas Geheimtipps“ in den Griff bekommen. Sogar Schulmediziner raten dazu: Ein Allgemeinmediziner aus Hameln, der aus Bescheidenheit namentlich nicht genannt werden möchte, rät, es bei einer Erkältung „erstmal mit Hausmitteln“ zu versuchen. Auch wenn die Hausmittel die Erkrankung selber nicht heilen können, verschaffen sie zumindest Linderung. Denn es sei kein Placebo-Effekt, sondern in der Tat „Physik“, die hier wirke, so der Arzt. Unzählige Tipps gibt es – hier ein paar Klassiker:

veröffentlicht am 16.12.2015 um 13:07 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Salzwasser:

Wie geht’s? Einen halben bis einen Teelöffel Salz in 200 Milliliter Wasser rühren und damit gurgeln – fünf- bis sechsmal pro Tag. Oder durch die Nase ziehen – als „Nasendusche“.

Wie wirkt’s? Das Salzwasser reinigt zum einen die Schleimhäute und wirkt zudem noch antibakteriell. Durch die hohe Konzentration von Salz zieht es das Wasser aus den Bakterien heraus.

Zwiebelsaft:

Wie geht’s? Zwiebelstückchen mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen.

Wie wirkt’s? Die ätherischen Öle der Zwiebel gelangen in die Blutbahn und werden von dort über die Lungen abgeatmet. Die Öle reizen die Schleimhäute und führen dazu, dass vermehrt Sekret produziert wird. So werden Bakterien und Viren aus dem Körper hinausbefördert.

Zwiebelsäckchen:

Wie geht’s? Zwiebelstückchen in ein Stofftaschentuch wickeln und erwärmen – zum Beispiel in der Mikrowelle. Das Tuch aufs Ohr legen.

Wie wirkt’s?

Die Zwiebeln ziehen bei einer Mittelohrentzündung Wasser aus dem Ohr heraus. Das lindert den Druck, der auf dem Ohr lastet. Der in den Zwiebeln enthaltene Schwefel wirkt zudem bakterien- und virenhemmend.

Pellkartoffeln:

Wie geht’s? Warme Kartoffeln in einem Geschirrtuch auf die Brust legen .

Wie wirkt’s? Die Wärme führt dazu, dass sich die Schleimhäute weiten – das Sekret aus den unteren Schleimhäuten läuft besser ab. Ähnlich funktioniert es auch bei einer wärmenden Infrarotlampe, die man auf Nase und Sitrn richten kann, wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung einen plagt.

Ingwertee:

Wie geht’s? Für den Aufguss den Ingwer in Scheiben schneiden und mit Wasser aufkochen. Anschließend durch ein Sieb abgießen.

Wie wirkt’s? Ingwer enthält neben Magnesium und Eisen auch Gingerol: Dieser Stoff wirkt entzündungshemmend, schleimlösend und schmerzlindernd. Dazu regt Ingwer durch die Wärme-Wirkung die Durchblutung der Schleimhäute an.

Pfefferminze:

Wie geht’s? Pfefferminzöl kann – auf Schläfe und Stirn gerieben – Kopfschmerzen lindern.

Wie wirkt’s? Das Menthol hat krampflösende und schmerzstillende Wirkung. Mancher behauptet, es habe die gleiche Wirksamkeit wie Paracetamol. Aber Achtung: Bei Kindern unter sechs Jahren darf Minzöl nicht angewendet werden, weil es zu Krämpfen führen kann.

Hühnersuppe:

Wie geht’s? Hühnerbrühe kochen – oder Gemüsebrühe, das geht auch.

Wie wirkt’s? Die wärmende Flüssigkeit lindert Halsschmerzen. Ob die enthaltenen Eiweißstoffe tatsächlich weiße Blutkörperchen im Körper blockieren und das Cystein entzündungshemmend und abschwellend wirkt, ist wissenschaftlich schwer nachweisbar. Vielen Menschen schwören aber darauf.



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