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Weil der EWR-Schuh drückt: OB und Landrat fahren nach Hannover

veröffentlicht am 19.07.2009 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (ni). Ende des Monats fährt Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann zusammen mit Landrat Rüdiger Butte nach Hannover. Bei Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wollen die beiden kommunalen Spitzenvertreter Geld für das Hamelner Hochzeitshaus lockermachen. Den Koffer mit ihren Forderungen hat Lippmann schon gepackt.
 Die Erlebniswelt Renaissance steuert schnurstracks auf die Insolvenz zu, und die Stadt Hameln hängt mit drin. Sie hat der EWR-GmbH das Hochzeitshaus vermietet, und sitzt jetzt auf dem Gebäude, das ohne teure Umbauten für nichts zu gebrauchen ist: Von außen ein architektonisches Kleinod der Renaissance, von innen ein über drei Etagen offener Betonbau, maßgeschneidert für die Erlebniswelt, die vor anderthalb Jahren in der Versenkung verschwunden ist. „Das Ding ist in die Hose gegangen. Für den Schaden müssen jetzt alle Beteiligten geradestehen“, macht Susanne Lippmann ihren Standpunkt deutlich. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium zählt sie dabei durchaus zum Kreis der Beteiligten. Schließlich habe Röslers Vorgänger und Parteifreund Walter Hirche alles darangesetzt, das Projekt am Leben zu halten. Dass Rösler sich an der EWR nicht die Finger verbrennen, sondern dem Trauerspiel endgültig ein Ende bereiten will, kann die Oberbürgermeisterin noch nachvollziehen. Aus der finanziellen Verantwortung für die Hinterlassenschaft des Pleite-Unternehmens EWR will sie ihn nicht entlassen. Lippmann unmissverständlich: „Ich erwarte vom Land Unterstützung für den Umbau des Hochzeitshauses“.



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