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Für Politik spricht nichts dagegen / Beschluss steht noch aus

Weihnachtsmarkt steht vor Verlängerung

HAMELN. Die Ratspolitik wird einer möglichen Verlängerung des Hamelner Weihnachtsmarktes wohl nicht im Wege stehen. Die Idee, den Hamelner Markt auch über die Weihnachtsfeiertage hinaus zu öffnen, stößt bei den Ratsleuten überwiegend auf Zustimmung. In trockenen Tüchern ist die Marktverlängerung damit aber noch nicht.

veröffentlicht am 09.11.2018 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 09.11.2018 um 16:33 Uhr

Auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt könnte im kommenden Jahr etwas länger Betrieb herrschen. Die Buden sollen ein paar Tage länger, über das Weihnachtsfest hinaus, geöffnet bleiben. Foto: dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Im zuständigen Fachausschuss war am Donnerstag jedoch keine Stimme zu hören, die dem Antrag der Interessengemeinschaft Hamelner Weihnachtsmarkt, in der etliche Händler und Beschicker organisiert sind, widersprach. Die Beschicker hatten vorgeschlagen, den Markt im kommenden Jahr bis zum 30. Dezember zu verlängern. Dieses Vorhaben war im Vorfeld bereits auf Zustimmung seitens der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) gestoßen. Wichtige Gründe: Hameln dürfe anderen Städten in nichts nachstehen, und etliche Besucher würden auch noch nach dem Fest auf den Markt kommen – und konsumieren.

Diese Argumente zogen auch bei der Ratspolitik. Genau genommen würde der Hamelner Weihnachtsmarkt mit einer Verlängerung endlich den richtigen Namen tragen, merkte Rüdiger Zemlin (FDP) an. Derzeit handele es sich eher um einen „Adventsmarkt“, sagte er. „An Weihnachten gibt es ja schon gar keinen Markt mehr.“

Einen „zerrissenen Markt“ befürchtet hingegen Jobst Werner Brüggemann (CDU). Das Problem – das betonten auch andere Politiker – seien Händler, die bereits zum Heiligen Abend ihre Buden räumen könnten. Wer etwa Weihnachtskugeln verkauft, der wird in den Tagen nach dem Fest wohl nicht mehr das lukrativste Geschäft machen. „Wenn verlängert wird, dann sollte es für alle gelten“, meinte Gerd Siepmann von den Linken.

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Wann endet die Weihnachtszeit?

Alles vorbei mit dem zweiten Feiertag? Eigentlich nicht. Die Weihnachtszeit endet im evangelischen wie katholischen Kirchenkalender mit dem Tag Epiphanias, dem Dreikönigsfest, am 6. Januar. Dann werden auch in den meisten Kirchen die Christbäume abgebaut. Nach alter Tradition wird jedoch manchmal sogar noch die Zeit bis zum Tag „Darstellung des Herrn“, besser bekannt als Mariä Lichtmess, am 2. Februar zur Weihnachtszeit gezählt.

„Eine leere Budenstadt wollen auch wir nicht“, entgegnete Andreas Seidel vom städtischen Ordnungsamt. Er ist mit der Organisation des Weihnachtsmarktes betraut. Die Stadt arbeite daran, dass die Qualität des Weihnachtsmarktes auch nach dem Fest nicht leide. Er brachte sogenannte „Wechselhütten“ ins Spiel. Buden, die stehenbleiben, nach dem Auszug des einen aber Platz für einen anderen bieten könnten.

Für die endgültige Entscheidung braucht es nun noch eine formelle Satzungsänderung für den Weihnachtsmarkt – auf politischen Beschluss hin. Der könnte schon Anfang kommenden Jahres herbeigeführt werden. Doch zuvor will die Stadt laut Seidel auch noch die Meinungen der Marktkirchengemeinde, der Industrie- und Handelskammer sowie des Hamelner Einzelhandels einholen.

Mit den Stimmungsbildern dürfte sich die Stadt allerdings nicht allzu viel Zeit lassen. Wie Seidel berichtete, gehen mit Ablauf des Weihnachtsmarktes 2018 auch schon die ersten Bewerbungen von Marktbeschickern für 2019 im Hamelner Rathaus ein.



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