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Aber Standgrößen und Wetterschutz werden geprüft / Neue Chance für „Bekannte und Bewährte“?

Weihnachtsmarkt soll kein Ballermann werden

Hameln (CK). Die lange Tafel ist zwar eckig, doch sie bot den Rahmen zu einer „durch und durch runden Veranstaltung“ (Harald Wanger, Chef der Hameln Marketing und Tourismus GmbH): Der Runde Tisch Weihnachtsmarkt, auf Betreiben der Politik eingerichtet, hat sich nicht nur kritisch mit dem von vielen als missglückt empfundenen bunten Treiben des Vorjahres auseinandergesetzt, sondern auch Schwerpunkte gesetzt für den kommenden Weihnachtsmarkt. Einer der wichtigsten: Das Kriterium „bekannt und bewährt“ im Hinblick auf die Beschicker soll in den Kriterienkatalog mit aufgenommen werden. Allerdings meldete Stadträtin Gaby Willamowius gerade bei diesem Punkt Bedenken an: „Ich nehme die Botschaft mit, aber ich sehe nicht viele Chancen.“ Denn gerade dieses Kriterium habe sich in den Vorjahren als „nicht gerichtsfest“ erwiesen, mit der Folge, dass selbst Gründungsmitglieder wie Zlatko Hodko („Etes Hütte“) nicht berücksichtigt wurden. Jobst Brüggemann, Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Sicherheit und Initiator des Runden Tisches, wollte diese Bedenken allerdings nicht so stehen lassen und verwies auf das Beispiel Speyer, wo die Situation ähnlich gewesen, es der Stadt aber mit einer Satzung aus dem Jahre 2010 gelungen sei, altbekannte Beschicker auf dem Weihnachtsmarkt zu halten. Entscheidend sei hier der Wiedererkennungswert gewesen. Wanger goss noch einmal Wasser in den Wein: „Wie risikobereit ist man in Hameln? Bereit, einen Prozess auch zu verlieren?“, lautete seine Frage.

veröffentlicht am 24.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 23:21 Uhr

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Das war aber auch schon der einzige Punkt, bei dem die Mitglieder des Runden Tisches – Politik, Verwaltung, HMT, Beschicker, Gastronomie oder Geschäftsinhaber – nicht unbedingt einer Meinung sind. Nach den Worten von Willamowius verfolgen jedenfalls alle ein Ziel: den Hamelner Weihnachtsmarkt wieder attraktiver zu machen. Dazu sollen auch eine verbesserte Beleuchtung und Beschallung und mehr Grün dienen. Und: Möglicherweise, so heißt es, könne der Markt mit seinem gastronomischen Angebot über Weihnachten hinaus stehen bleiben. Die Dezernentin: „Das würde den Abbau der übrigen Buden erleichtern und für einen guten Ausklang sorgen. Das hätte Charme.“

Im Übrigen soll der Weihnachtsmarkt unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen, so auch die von Hamelnern und Touristen. Und er soll „identitätsstiftend“ sein. „Das Interesse derer, die mitmachen wollen, ist groß“, bilanziert die Stadträtin.

Was von den einzelnen Ideen in diesem Jahr umgesetzt werden kann, das wird die Verwaltung, in deren Verantwortung die Ausgestaltung des Weihnachtsmarktes liegt, jetzt prüfen. „Jeder hier am Tisch hat ein Päckchen mitgenommen, von den Vertretern der Kirche bis hin zu den Anliegern“, freuen sich Willamowius, Brüggemann und Wanger. Nach den negativen Erfahrungen dieses Jahres wird übrigens auch die festgelegte maximale Standgröße von 50 Quadratmetern noch einmal überprüft. Und: Für die Besucher soll es mehr Unterstellmöglichkeiten bei schlechtem Wetter geben. Wobei sich die Mitglieder des Runden Tisches in einem Punkt einig sind: Der Hamelner Weihnachtsmarkt soll kein zweiter „Ballermann“ werden.

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