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Lieferanten dürfen durch

Weihnachtsmarkt nicht für alle gesperrt

HAMELN. Lieferwagen hätten auf dem Weihnachtsmarkt, zwischen Verkaufsständen und Fußgängern eigentlich nichts verloren, findet Udo Kölsch. Trotzdem habe er beobachtet, wie sich am 29. November und am 1. Dezember ein Fahrzeug des Paketlieferanten DPD zwischen Ständen und Weihnachtsmarktbesuchern hindurchschlängelte, um ein Päckchen abzugeben.

veröffentlicht am 06.12.2017 um 17:49 Uhr

Lieferwagen können um die Beton-Quader herumfahren. Das sei gewollt, schreibt die Stadt. Foto: dana
Jens Spickermann

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Von der Heiliggeiststraße kommend sei das Fahrzeug über die Osterstraße in die Bäckerstraße und schließlich durch die Fischpfortenstraße gefahren, mitten durch die Fußgängermenge, berichtet Kölsch. Die von der Stadt aufgestellen Betonpoller habe der Zusteller umfahren können – obwohl die Sperren eigentlich einen Schutz davor bieten sollen, dass Fahrzeuge wie im letzten Jahr auf dem Berliner Breitscheidplatz in die Menschenmenge rasen.

Dürfen Lieferfahrzeuge überhaupt über den Weihnachtsmarkt fahren oder handelte der Fahrer ordnungswidrig? Das fragte sich Kölsch und rief die Polizei an, die ihm keine zufriedenstellende Antwort habe geben können.

Von der Stadtverwaltung heißt es, eine vollständige Abriegelung des Weihnachtsmarktes für den Verkehr sei weder möglich, noch gewollt. Zwar werde der Verkehr während der Marktzeiten so eingeschränkt, wie es für den Betrieb des Weihnachtsmarktes erforderlich sei. Banken, Geschäfte und Anwohner müssten aber auch während der Vorweihnachtszeit ihren üblichen Geschäften und Tätigkeiten nachgehen können. Für Post- und Paketlieferanten gebe es außerdem Sonderrechte: Es sei gesetzlich festgeschrieben, dass deren Fahrzeuge auch außerhalb der für den allgemeinen Verkehr geltenden Zeiten Fußgängerzonen befahren dürfen. Die Betonsperren seien außerdem nicht dafür vorgesehen, den Weihnachtsmarkt für den Verkehr abzusperren, sondern sollten nur verhindern, dass Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit in die Fußgängermenge fahren.

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Der DPD schreibt auf Nachfrage, mit den Standbetreibern gebe es die Absprache, dass Paketlieferanten vormittags bis 11.30 Uhr langsam über den Weihnachtsmarkt fahren dürfen.

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