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Hastenbecker sorgen beim Knutfest vor – und sammeln Brennmaterial

Weihnachtsbäume fürs Osterfeuer

Hastenbeck (gm). „Ich hole mir nachher eine Fanta“, meint der 13-jährige Volkan Kobak aus dem Hastenbecker Süden. „Nee, lieber einen heißen Tee“, entgegnet sein gleichaltriger Kumpel Alexander Muhr. Die beiden Realschüler schnappen sich kurzerhand das Quadmoped von Alexanders Vater und düsen mit zwei Tannenbäumen im Schlepptau zum örtlichen Schützenplatz. Hier veranstaltet der lokale Schützenverein zum zweitenmal sein Knutfest. „Für jeden abgelieferten Tannenbaum erhalten die Baumlieferanten ein Freigetränk“, erklärt die Vorsitzende des Hastenbecker Schützenvereins, Ulrike Quast. In weiser Voraussicht für das kommende Osterfeuer werden hier bereits mit dem Ende der Weihnachtszeit die Tannenbäume gesammelt. Das Knutfest wird traditionell in Schweden, Finnland und Norwegen am 13. Januar gefeiert. „Bei uns werden die Tannenbäume allerdings schon vorher von der Stadt an bestimmten Sammelplätzen kostenlos abgeholt“, so Ulrike Quast. „Deswegen verlegen wir unser Knutfest auf das Wochenende vor dem öffentlichen Abholtermin“, ergänzt Elke Quast-Schmidt.

veröffentlicht am 09.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 08:41 Uhr

Alexander und Volkan karren Bäume mit dem Quad an.  Foto: gm
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Das macht Sinn. Denn vielerorts wird erst kurz vor Ostern natürliches und unbehandeltes Brennmaterial gesammelt und zusammengetragen. „Den Stress gibt’s nicht mehr“, schmunzelt Ulrike Quast: „Wir lassen liefern“. Und den „Lieferanten“ macht es Spaß. „Wir kommen aber nicht wegen des kostenlosen Glühweins her“, meint Friedrich-Wilhelm Gereke, der sowieso lieber ein Bier oder einen heißen Tee trinkt. „Nach den Feiertagen freut man sich, wieder mal ein bekanntes Gesicht aus dem Dorf zu sehen“ sagen Gereke und seine Ehefrau Monika.

Jörg Flickenschild kutschiert mit seinem Firmenlieferwagen gleich sechs ausgediente Christbäume zum Knutfest: „Wir haben in unserem Familien- und Freundeskreis die Bäume gemeinsam angeschafft und jetzt werden sie kollektiv abgeschafft“, erzählt der 55-Jährige. Auch er kommt wegen der Geselligkeit zu dem Schützenplatz am Reuteranger. „Die Atmosphäre hier ist herrlich. Da kann man sich sogar an das Schmuddelwetter gewöhnen“, sagt Flickenschild zufrieden. Auch Hastenbecks Ortsbürgermeister Walter Kinast liefert seinen Tannenbaum gegen eine Tasse Kaffee ab: „Den habe ich selbst hierher geschultert“, verrät der Christdemokrat, der natürlich eine Abkürzung quer übers Feld nahm. Das Hastenbecker Knutfest – wieder ein voller Erfolg auf der ganzen Linie: Denn fast 50 Tannenbäume warten nun auf ihren brennenden Einsatz beim Osterfeuer…



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