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Dewezet-Lesertelefon kümmert sich um den Verkehr, Busverbindungen und den Lernort Bückeberg

Wegen Bauarbeiten: Stau in der Sackgasse

Verkehrsbelastung, sei es durch LKW-Verkehr oder Baustellen, der Gedenk- und Lernort Bückeberg und die Busverbindung zwischen Bisperode und Hameln waren im Lesertelefon die Themen.

veröffentlicht am 22.09.2021 um 10:30 Uhr

Maximilian Wehner 2

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Reporter / Producer zur Autorenseite


HAMELN. So meldete sich auch Manfred Ritter aus Hameln. Er ist verärgert über den überfüllten Bus von Bisperode zum Schiller-Gymnasium. Sein Neffe geht seit diesem Jahr auf das Schillergymnasium. Wenn er morgens um 7.08 Uhr in Bisperode in die 51 in Richtung Hameln einsteigt, sei der Bus da schon so voll, dass es für ihn keinen Sitzplatz mehr gebe, berichtet Ritter. Da sei kein Abstand möglich. „Das sollten wir unseren Kindern nicht antun“, meint er. Er plädiert für einen Gelenkbus, der aus seiner Sicht auf dieser Route eingesetzt werden sollte. Er möchte wissen, wie das Problem gelöst werden könnte.

Melanie Talbot von den Öffis erklärt, dass die größeren Busse schon alle unterwegs seien. Diese würden dort eingeplant, wo der Bedarf am größten sei, so Talbot. Generell werde der Bedarf an Fahrzeugen und an der Größe an den Schülerzahlen, die die Schulen melden, festgemacht, erklärt Talbot. Eine derartige Meldung auf der Linie 51 habe bis jetzt in der Tat noch nicht vorgelegen. Die Öffis wollen dem aber nachgehen: „Gerne schauen wir uns in der nächsten Zeit die Situation vor Ort an.“, verspricht Talbot dem Leser.

Manfred Lesemann ist etwas verwundert über die Bauarbeiten am Bückeberg, an dem er selbst auch wohnt. Er fragt sich: „Was passiert da?“ Wie berichtet, entsteht am Bückeberg ein Dokumentations- und Lernort. Informationstafeln werden dazu an verschiedenen Stationen aufgebaut, dazu wird das Gelände umgebaut.

Die Verkehrsbelastung am Wehler Weg – vor allen Dingen durch Lkws – nehme weiter zu, so die Ansicht von Anwohner Bernhard Hautkappe. Vor allen Dingen Speditionen würden aus Sicht von Hautkappe die Lastwagen durch die Wohnstraße schicken, um zur Fischbecker Landstraße zu kommen. An Tempo 30 halte sich nach Beobachtungen von Hautkappe keiner der Fahrer. Mittlerweile würden mehr als 20 schwere Laster am Tag durch den Wehler Weg brettern, das mindere die Wohnqualität deutlich. Vor dem Hintergrund, dass es in der Straße ein Altenheim und einen Spielplatz gibt, sei die Straße aus Sicht von Hauptkappe ungeeignet. Aufgrund der Verkehrsberuhigung der Goethe- und Domeierstraße fragt er sich: „Nach welchen Kriterien wird be- oder entlastet?“ Eine Antwort konnte die Stadt Hameln bis Redaktionsschluss nicht liefern, ist aber zuversichtlich, diese in den kommenden Tagen nachzuliefern.

Unsere Leserin Christine Wehage hat sich bei uns gemeldet und sich über viel Verkehr in der Reichardstraße im Zuge der am Montag gestarteten Bauarbeiten an der Bahnbrücke am Guten Ort in Hameln beklagt. Nach ihren Angaben habe sich der Verkehr über mehrere Stunden auf der Reichardstraße – einer Sachgasse – gestaut. Linienbusse, Lkws, Traktoren mit Anhängern, Müllautos rollten neben dem Privatverkehr durch die Reichardstraße und kamen sich dabei das ein oder andere Mal in die Quere. Dass es da nicht gekracht hat, sei reines Glück, so die Anwohnerin. Den Beobachtungen der Leserin zufolge würden Hinweisschilder fehlen – insbesondere an der Wittekindstraße –, die auf die einseitige Sperrung des Guten Orts hinweisen, wodurch viele Verkehrsteilnehmer trotzdem in die Straße fahren und schließlich in der Reichardstraße wenden müssten. Die Situation habe sich seit Montag zwar schon gebessert, gut sei sie aber immer noch nicht.

Auch die Stadt habe sich dabei schon eingeschaltet, erklärt Stadtsprecherin Janine Herrmann. Da es sich aber um eine Baustelle der Deutschen Bahn handele, die wiederum die Verkehrssicherung an einen Subunternehmer vergeben habe, sei der Einfluss nur begrenzt. Dennoch habe die Stadt schon mit den zuständigen Unternehmen Kontakt aufgenommen. „Denn auch wir haben bemerkt, dass die Beschilderung nicht korrekt war.“ Seit Dienstagmorgen sei aber alles korrekt beschildert. Der Verkehr dürfte sich nicht mehr so stauen, sagt Herrmann. Von der Bahn kam diesbezüglich bis Redaktionsschluss keine Rückmeldung. Die Anfrage sei aber in die Fachabteilungen weitergeleitet, eine Antwort gebe es „baldmöglichst“, so Sabine Brunkhorst, bei der Bahn zuständig für Marketing und Kommunikation.

Wehage hatte aber noch ein weiteres Anliegen. Denn: In der Reichardstraße funktioniere seit einigen Tagen die Straßenbeleuchtung nicht mehr. „In diesem Bereich liegt seit dem Wochenende ein Kabelfehler vor, wir sind bereits auf Fehlersuche“, so Herrmann. Bei der Stadt hoffe man darauf, den Fehler zeitnah zu finden und reparieren zu können. „In diesem Bereich hängen mehrere Straßenzüge an einem Kabelbaum, dementsprechend ist die Suche leider etwas aufwendiger.“



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