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Möglicher Nachfolger von OB Schostok?

Wechselt Landrat Bartels nach Hannover?

HAMELN-PYRMONT. Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels (SPD) werden offenbar gute Chancen auf den Spitzenposten in der Landeshauptstadt eingeräumt. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) steht derzeit unter politischem Beschuss. Im Hintergrund werden bereits Namen für die Schostok-Nachfolge gehandelt.

veröffentlicht am 14.09.2018 um 17:26 Uhr

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Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Naht ein Wechsel vom Hamelner Kreishaus in das Rathaus von Hannover? Landrat Tjark Bartels (SPD) werden offenbar gute Chancen auf den Spitzenposten in der Landeshauptstadt eingeräumt. Hannovers amtierender Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) steht in der sogenannten Rathaus-Affäre derzeit unter politischem Beschuss. Die CDU hat bereits Neuwahlen gefordert. Dabei geht es um ungerechtfertigte Gehaltserhöhungen und Untreue. Inzwischen hat auch die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Verwaltungschef aufgenommen. Doch während Schostok noch an seinem Posten festhält und die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten will, werden im Hintergrund bereits Namen für seine Nachfolge gehandelt. Tjark Bartels ist einer von ihnen.

Überrascht hat den Hameln-Pyrmonter Landrat die Dewezet-Anfrage am Freitag diesbezüglich nicht. Er sei im Bilde darüber, dass Gerüchte über potenzielle Nachfolger in der Öffentlichkeit kursieren. „Dabei ist auch mein Name genannt worden“, sagte Bartels – und versuchte sodann, die Gerüchteküche nicht allzu hoch kochen zu lassen. „Das ist nicht die erste und wird auch nicht die letzte Spekulation in dieser Angelegenheit sein“, teilte der Landrat mit.

Die Angelegenheit in Hannover ist indes delikat. Gegen Oberbürgermeister Schostok und zwei seiner engsten Mitarbeiter werden durch die Staatsanwaltschaft Vorgänge geprüft, wonach es vor allem üppige – und womöglich unrechtmäßige – Gehaltszuschläge für Spitzenbeamte der Stadt gegeben haben soll. Schostok soll davon gewusst haben, lautet der Vorwurf. Der Oberbürgermeister jedoch weist alle Schuld von sich und kündigte vielmehr eine rückhaltlose Aufklärung der Missstände an.

Innerhalb der niedersächsischen SPD jedoch werden Medienberichten zufolge schon vor Ende der staatsanwaltlichen Ermittlungen Zweifel an Schostoks Zukunft im Rathaus von Hannover laut. „Die Welt“ will erfahren haben, dass mindestens drei Kandidaten für die Nachfolge von Hannovers Oberbürgermeister Schostok im Gespräch sein sollen. Die Zeitung bezieht sich auf Informationen aus Parteikreisen. Zu den aussichtsreichen Kandidaten sollen die hannoversche Bundestagsabgeordnete und ehemalige SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, der Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD im Bundestag, Matthias Miersch, – und eben der Hameln-Pyrmonter Landrat Tjark Bartels gehören.

Bartels sagte der Dewezet im Hinblick auf die Berichterstattung: „Die Wahlzeit des OB läuft bis 2021 und es ist nicht meine Aufgabe, stadtpolitische Vorgänge zu kommentieren.“

Yasmin Fahimi äußerte sich in einem Online-Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Freitag schon deutlicher als Bartels: Sie habe kein Interesse, Oberbürgermeisterin zu werden. „Dafür stehe ich nicht zur Verfügung.“ Doch im Moment stelle sich auch noch keine konkrete Personalfrage im hannoverschen Rathaus.

Tjark Bartels betonte am Freitag noch einmal deutlich: „Meine Aufgabe als Landrat in Hameln-Pyrmont bereitet mir große Freude.“ Vor knapp einem Jahr hatte der Landrat zur Hälfte seiner Amtszeit der Dewezet gesagt, dass er eine Wiederwahl als Landrat anstrebe („Das denke ich schon“), schränkte gleichzeitig aber ein, dass die endgültige Entscheidung über eine Kandidatur erst im Jahr 2020 falle.

Der Landrat wird in Hameln-Pyrmont 2021 gewählt. Dann endet auch die offizielle Amtszeit des Oberbürgermeisters von Hannover – wenn Amtsinhaber Schostok die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft denn schadlos überstehen sollte. Beide Wahlen sind für den Herbst 2021 geplant.



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