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79 428 953 Kubikmeter Wasser gefördert

Wasserwerk in der tünderschen Feldmar wird 50

HAMELN. Vor 50 Jahren berichtete die Dewezet von den Bauarbeiten für ein neues Wasserwerk. Noch heute ist es aktiv und förderte bis Ende 2015 ganze 79 428 953 Kubikmeter.

veröffentlicht am 14.07.2016 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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HAMELN. Mal eben die Badewanne volllaufen lassen? Kurz den Rasen sprengen oder die Kaffeemaschine füllen? Kein Problem. Man dreht einfach den Wasserhahn auf und kühles Nass quillt aus der Leitung – wie selbstverständlich. Doch das Wasser muss irgendwo herkommen. Heutzutage nicht mehr aus einem Hausbrunnen, sondern aus einem Wasserwerk. Vor 50 Jahren berichtete die Dewezet von den Bauarbeiten für ein neues Wasserwerk.

Im Juli 1966 tauchten mitten in der tünderschen Feldmark riesige Greifer eines Krans in lehmiges Wasser. Dort wurde eine Brunnenröhre tief in die Erde eingelassen. Eine Betonröhre mit einem Durchmesser von vier Metern saß auf einen Stahlkran mit Schneidschuh, der sich tief in den Boden von Tündern grub. „Er ist jetzt 14 Meter eingedrungen und wird unten mit einer eisenarmierten Betonplatte abgeschlossen, sobald die endgültige Tiefe von 25 Metern erreicht ist“, berichtete die Dewezet am 14. Juli 1966 über die Bauarbeiten.

Hamelns erstes Wasserwerk war kurz vor der vorletzten Jahrhundertwende in der heutigen Nordstadt gebaut worden. Es genügte für Jahrzehnte, doch musste man während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1915 die Wasserförderung erhöhen. Von einem neuen Brunnen an der Ohsener Landstraße wurde eine Wasserleitung bis zur Bäckerstraße verlegt. Anfang der 30er Jahre wurde dort das Wasserwerk I errichtet, für das die Stadt eine Zustimmung für 5000 Kubikmeter Fördermenge pro Tag erhalten hatte.

1966 berichtete die Dewezet über das neue Wasserwerk.

In den Folgejahren habe es den Anforderungen genüge getan, hieß es im Artikel. 1958 mussten sich die Stadtwerke um eine Erhöhung der Konzession zur Wasserfördermenge bemühen, die für 8000 Kubikmeter erteilt wurde. „In den heißen Sommermonaten genügte diese Menge nicht mehr, da von den Hamelner bis zu 10 000 Kubikmetern täglich verbraucht wurden. Es musste ein neues Wassergewinnungsgelände gesucht werden, war in der Dewezet zu lesen.

Ein passendes Gebiet wurde nach eingehenden Untersuchungen des Amtes für Bodenforschung zwischen dem Bückeberg und Hastenbeck gefunden. Allerdings traten zuvor auch Bedenken wegen des hohen Nitratgehalts des Grundwassers auf. 1966 hatten die „Wasserproben ein günstigeres Ergebnis gehabt“, hieß es im Artikel.

Die Dewezet blickte im Bericht auch voraus: Später sollten von der Firma Preussag drei Horizontalfilter aus nichtrostendem Stahl in einer Tiefe von 21 Metern angebracht werden, war zu lesen. Jeder dieser Filter sei 48 Meter lang, sodass ein großer Einzugbereich erzielt werden kann, erklärte der Autor technische Einzelheiten.

Nach Fertigstellung des Brunnens sollte ein von Architekt Wünschmann entworfenes Gebäude darüber errichtet werden – mit Platz für ein Laboratorium und einen Maschinenraum. In Planung war der Bau einer drei Kilometer langen Druckrohr-Wasserleitung vom neuen zum alten Wasserwerk. Im September 1968 wurde das Wasserwerk II seiner Bestimmung übergeben.

Seit der Inbetriebnahme sind bis Ende 2015 insgesamt 79 428 953 Kubikmeter Wasser gefördert worden. Eine Wassermenge, dessen Volumen dreißig Mal so groß ist wie das der Cheopspyramide. Aktuell kostet der Kubikmeter 1,44 Euro inklusive Mehrsteuer. Das Werk besitzt aktuell eine bewilligte Fördermenge von 2,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Von 2011 bis 2015 sind im Durchschnitt 3 311 270 Kubikmeter Wasser über alle drei Wasserwerke der Stadtwerke gefördert worden, nennt das Unternehmen aktuelle Zahlen.



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