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Wo man in Hameln und an der Weser Abkühlung für geschundene Füße findet

Wassertreten mal anders

HAMELN. Zugegeben, dieses Jahr zeigt sich der Sommer nicht gerade von seiner Schokoladenseite. Auch wenn der Himmel sich momentan meist in ein graues Wolkenkleid hüllt, den ein oder anderen sonnengetränkten Tag gab es bereits: Viele sehnten sich dann nach dem kühlen, von der Hitze erlösenden Nass – sei es nur, um die Füße kurz hineinzuhalten. Die Dewezet hat sich in Hameln auf den Weg gemacht, um die schönsten Orte der Erfrischung ausfindig zu machen und auf Komfort zu testen.

veröffentlicht am 15.08.2017 um 17:34 Uhr
aktualisiert am 15.08.2017 um 20:20 Uhr

Am Anleger auf dem Werder kann man die Füße und die Seele baumeln lassen. Idyllisch ist es auch der Bereich der Jugendherberge an der Weser (Foto rechts). Foto: km
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Autor

Katharina Mork Reporterin
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Ob nach einem langen Arbeitstag im stickigen Büro, in der Pause beim Joggen oder einfach nur aus Jux – ab 25 Grad Celsius Außentemperatur kann so eine kneippsche Erfrischung ganz neues Leben einhauchen. Wie es sich hierzulande allerdings verhält, gehören die schönsten Orte der Abkühlung meist irgendwem oder man muss wie im Freibad Eintritt zahlen. Um unentspannte Konfrontationen mit Gesetz und Besitzer zu vermeiden, sollte man sich darüber im Klaren sein, wo welche Art von Badespaß ausgelebt werden darf. Die gute Nachricht: Ein absolutes Bade- und Füße-hineinhalte-Verbot für öffentliche Gewässer gibt es hier nicht. Die schlechte Nachricht: Die schönen Kiesteiche des Weserberglandes gehören nicht dazu, denn sie sind private Grundstücke, die nicht betreten werden dürfen. Was Brunnen, Bachläufe und selbst größere Flüsse wie die Weser betrifft, sieht das zum Glück anders aus. Dort darf sich laut niedersächsischem Wassergesetz jeder so ausgiebig abkühlen, wie er mag. Vom Baden übers Sporttauchen bis hin zum Befahren mit kleineren Fahrzeugen ohne Eigenantrieb kann nach Lust und Laune geplantscht werden bis die Lippen blau sind – alles auf eigene Gefahr, versteht sich.

Ein absolutes Badeverbot für öffentliche Gewässer gibt es hier nicht.

Wer schon einmal den Weserradweg in Hameln Richtung Wehrbergen entlanggefahren ist, dem ist sicherlich das malerische Örtchen aufgefallen, an dem die Hamel in die Weser mündet. Malerisch allerdings nur dann, wenn nicht gerade Hochwasser ist, denn in dem Fall ragen anstelle von grünen Grashalmen graue Gebilde aus dem Boden, der wiederum sofort nachgibt, wenn man ihn betritt. An allen anderen sonnigen Tagen ist diese Stelle jedoch ideal, um die warmgelaufenen Füße in den sprudelnden Bachlauf zu halten, der in das breite Flussufer mündet. Und wie steht es um Hamelns Springbrunnen? Oft genug sieht man Kinder, die ihre helle Freude am kühlen Nass des Brunnens am Pferdemarkt haben. Wen Besuchergruppen und die vielen Kunden der Stadtgalerie nicht stören, der wird nicht nur hier fündig, wenn er nach einer kleinen Erfrischung sucht. Wer kein Freund von großem Trubel ist, trotzdem aber an einem Brunnen verweilen möchte, dem sei der Springbrunnen am Bürgergarten ans Herz gelegt. Dort ist sogar eine Sitzfläche vorhanden, von der man noch leichter die geschundenen Füße kühlen lassen. Ein weiterer Geheimtipp, der aufgrund von Glasscherben besser nicht barfuß beschritten werden sollte, ist der Anleger unter der Thiewallbrücke. Wem dort beim Fußbad langweilig wird, der liest einfach die zahlreichen Hass- und Liebesbekundungen, die dort mit Edding an allen erdenklichen Stellen verewigt wurden. Etwas idyllischer sieht es an der großen Treppe der Weserpromenade aus. Doch Obacht – zunächst sollte die Nase entscheiden, ob man sich niederlässt. Hier lässt es sich nämlich nicht nur besonders gut in die Abendsonne blinzeln, aufgrund der durch Büsche verdeckten Lage benutzen viele Besucher der Promenade die großen Stufen nicht nur als idyllisches, sondern auch als stilles Örtchen. Wofür man sich in Hameln zum Zwecke der Erfrischung auch entscheiden mag – jeder sollte auf seine eigene Sicherheit achten, damit aus der Wohltat kein Albtraum wird.

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Die Weser von oben

Das Magazin „Die Weser von oben“ zeigt auf 172 Hochglanz-Seiten die Weser in all ihrer Schönheit und Vielfalt: Luftbilder, Reportagen, Fakten. Der gesamte Flusslauf wird in grandiosen Luftbildern gezeigt, spannende Reportagen erzählen vom Leben rechts und links des Weserufers. Das Hochglanz-Magazin ist ab Freitag zum Preis von 9,80 Euro in den Geschäftsstellen von Dewezet und Pyrmonter Nachrichten erhältlich und kann auch online im Shop unter www.dewezet.de bestellt werden.



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