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Was ist zu tun, wenn das Gewerbe nebenan stört?

Waschanlage als Nachbar

Hameln. Was tun, wenn vom Gewerbe nebenan störende Geräusche kommen und so die Entspannung auf dem heimischen Balkon dahin ist? Hierzu erreichte die Redaktion eine Leseranfrage: Die Autowaschanlage einer Tankstelle an der Ohsener Straße stört die Anwohner besonders bei schönem Wetter. „Wenn die Fenster geschlossen sind, ist es nur ein Rauschen, aber auf dem Balkon kann man nicht in Ruhe sitzen und sich unterhalten“, berichtet die Tochter eines älteren Anwohnerehepaares. „Wir haben auch schon öfter darum gebeten, die Tür der Waschanlage zu schließen, daraufhin wurde uns jedes Mal Besserung zugesichert. Aber im Endeffekt ist nichts passiert.“

veröffentlicht am 29.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

VON MAIKE SCHAPER
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Der Betreiber der Tankstelle versichert, sich an die geltenden Lärmschutzbestimmungen zu halten. Im lautesten Vorgang des Waschprogramms, der Trocknung, werde das Tor ohnehin automatisch geschlossen, heißt es vonseiten des Tankstellenbesitzers.

Doch was genau ist zu tun, wenn sich eine Partei belästigt fühlt, aber sich beide im Recht sehen? „Der offizielle Weg wäre, dass die Anwohner Beschwerde bei der Stadt einreichen“, heißt es aus dem Rathaus. „Derjenige, der die offizielle Beschwerde einreicht, muss unmittelbar von dem Problem betroffen sein.“ Daraufhin würden Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu dem Ort fahren und eigene Messungen anstellen. In diesem Fall wäre der Messpunkt der Balkon der Familie. Wie viel Lärm dort ankommt, sei ausschlaggebend für alles Weitere. Ist die Beschwerde begründet, würden von der Stadt entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Wie laut darf es eigentlich in der Umgebung sein? Das regelt die Verwaltungsvorschrift TA Lärm, die Technische Anleitung zum Schutz vor Lärm. Dort heißt es, dass in Wohngebieten tagsüber ein Dezibel-Wert von 55 und nachts von 40 zulässig ist. Übersetzt heißt das: nicht lauter als ein Fernseher in Zimmerlautstärke am Tag und eine ruhige Wohnung in der Nacht. Wer in einem Mischgebiet lebt, in dem es zulässig ist, Waschanlagen neben Wohnhäusern zu errichten, muss sich mit 60 Dezibel am Tag und 45 in der Nacht arrangieren – was einer normalen Gesprächslautstärke oder einem Rasenmäher aus zehn Metern Entfernung entspricht. Die Tagesrichtwerte gelten in der Zeit von 6 bis 22 Uhr, danach die entsprechenden Nachtwerte. Kurzzeitige Geräuschspitzen dürfen die Immissionsrichtwerte am Tage um nicht mehr als 30 Dezibel und in der Nacht um nicht mehr als 20 Dezibel überschreiten.



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