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Bei einem Umzug werden in der Stadt drei interessante Flächen frei

Was wird aus den alten Standorten der Selbert-Schule?

Hameln. Zur Zeit ist die Elisabeth-Selbert-Schule noch auf drei Standorte in der Stadt verteilt. Die Zeichen deuten aber auf Umzug: Die Berufsschule wird voraussichtlich am Reimerdeskamp zentralisiert. Dann werden drei Flächen frei. Welche Ideen haben Landkreis und Stadt für die Nachnutzung? Ein Überblick.

veröffentlicht am 03.03.2016 um 19:32 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Thibautstraße, Münsterkirchhof, Langer Wall: Zur Zeit ist die Elisabeth-Selbert-Schule noch auf drei Standorte in der Stadt verteilt. Doch das wird sich wohl in den kommenden Jahren ändern. Es deutet alles darauf hin, dass die Berufsschule, die sich in Trägerschaft des Landkreises befindet, am Reimerdeskamp zentralisiert wird. Der Startschuss für den Neubau ist für die zweite Jahreshälfte 2017 anvisiert. Nach der Fertigstellung wäre an den bisherigen Standorten viel Platz für Neues – und das in erstklassiger Lage. Welche Ideen haben Landkreis und Stadt für die Nachnutzung der drei attraktiven Areale?

Der Landkreis als Eigentümer der Gebäude und zugehörigen Flächen verweist auf die endgültige Entscheidung im Kreistag, der am 15. März tagt. „Auch wenn vieles darauf hindeutet: Es geht nichts ohne die erforderlichen Beschlüsse“, sagt Kreissprecherin Sandra Lummitsch. Falls der Baubeginn wirklich 2017 erfolge, so wäre ein Umzug der Elisabeth-Selbert-Schule in einen zentralen Neubau „vermutlich nicht vor 2020/21 realistisch“, führt sie weiter aus. „Insofern gibt es jetzt, 2016, noch keine konkreten Nachnutzungspläne für die frei werdenden Liegenschaften, die gleichwohl vermarktet werden sollen, zu gegebener Zeit“, sagt Lummitsch.

Die Stadt ist bei ihren Überlegungen über eine Nachnutzung deutlich weiter. Sie hatte bereits 2013 das Planungsbüro „Dreibund Architekten“ aus Bochum darum gebeten, eine Skizze für den Bereich des Langen Walls an der Weser sowie den Münsterkirchhof zu entwerfen. „Wir sind an einer Nachnutzung sehr interessiert und hatten deshalb einen Entwurf in Auftrag gegeben. Auch um dem Landkreis zu zeigen, wie hochgradig interessant die Flächen sind“, sagt Stadtbaurat Hermann Aden. Da die Verwaltung für die Bauleitplanung zuständig ist, sei eine „gewisse Zweckgemeinschaft“ ohnehin gegeben. Man arbeite deshalb bei der Ideenfindung und der Umsetzung eng mit dem Landkreis zusammen, sagt er.

3 Bilder
… und an der Thibautstraße.

Langer Wall

Das Areal am Langen Wall ist 2805 Quadratmeter groß. Wenn er an diesen Bereich denke, habe er sofort Bilder von Menschen im Kopf, die entspannt in einem Café oder Restaurant sitzen und aufs Wasser blicken, sagt der Stadtbaurat. Wenn der Schulstandort aufgegeben wird, könnte die Stadt näher ans Wasser rücken, glaubt Aden. In der Skizze der Architekten sind für den oberen Bereich mehrere Stadthäuser vorgesehen, deren „Gesicht“ in Richtung Fluss gewendet sei. Im unteren Bereich zwischen Pfortmühle und Münsterbrücke soll sich eine belebte Promenade entwickeln. Restaurants, Büros, einzelne Läden und andere Dienstleister – zum Beispiel aus der Hotellerie könnten für Leben am Ufer sorgen. Mit Treppen und Podesten könnte Raum zum Schlendern und Verweilen geschaffen werden – vorausgesetzt die Pläne lassen sich mit dem Hochwasserschutz in Einklang bringen. „Die Skizzen sind offen gehalten. Aber es wäre eine Idee, wie man es machen könnte“, meint Aden.

Münsterkirchhof

Auf der 2807 Quadratmeter großen Fläche am Münsterkirchhof könnten mehrere schmale, barrierefreie Stadthäuser entstehen. In Verbindung mit den bestehenden Gebäuden am Münsterwall könnten sie in einem leichten Bogen zur Kirche gestellt werden und so räumlich einen „neuen Kirchhof“ bilden. Im Erdgeschoss der Häuser wäre laut Aden auch die Ansiedlung einer Kanzlei möglich. „Am Münsterkirchhof soll hochwertiges innerstädtische Wohnen ermöglicht werden. Man hat bei der alten Feuerwache gesehen, dass so etwas auch direkt am Wall attraktiv sein kann“, sagt Aden.

Thibautstraße

Das Gelände an der Thibautstraße ist mit rund 25 000 Quadratmetern Fläche am größten. „Das ist schon fast ein kleines Baugebiet“, meint Aden. Die Stadt sehe hier Wohnbauentwicklung vor – am Fuße des Schöts, Hamelns zentrumsnahem Sonnenhang. Auf die Frage, ob die Fläche aufgrund ihrer Größe nicht auch für die Technische Akademie, die sich vergrößern möchte und momentan wohl auf das Gebäude der Wilhelm-Raabe-Schule an der Lohstraße schielt, in Betracht komme, antwortet Aden: „Das kann eine denkbare Option sein. Aber es wäre wahrscheinlich keine zeitnahe Variante, das müsste man ausloten.“ Auch der Landkreis meint, dass es fraglich sei, ob die Technische Akademie mit dem vorgegebenen Zeitfenster leben könnte.

„Wir müssen und wollen für eine attraktive Nachnutzung sorgen“, sagt Aden. Sein Ziel ist es, dass die Pläne möglicherweise schon direkt zum Auszug der Schule fertig sind.



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