weather-image
17°

Entscheidung über Zuschüttung steht noch aus

Was wird aus dem Hamelner Hafen?

HAMELN. 30 Zentimeter höher als bisher angenommen würde ein Jahrhunderthochwasser an der Weser ausfallen. Dies, so Stadtbaurat Hermann Aden, hätten jüngste Berechnungen des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ergeben. Dazu komme, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit eines Hochwassers, wie es nur alle 100 Jahre vorkomme, erhöhe. Neuigkeiten, die der Stadtbaurat als „ausgesprochen erschreckend“ bezeichnet und nötige Maßnahmen erforderten – auch und insbesondere im Hamelner Hafen.

veröffentlicht am 02.05.2019 um 20:11 Uhr

Was bedeutet der nötige Hochwasserschutz für den Hafen? Foto: Dana
Philipp Killmann

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die „größte Sorge“ bestehe um die angrenzenden und sich bereits im gesetzlichen Überschwemmungsgebiet befindlichen Industrieflächen, auf denen sich etwa Volvo, Kaminski, MSV und Hamix befinden. Die zu schützen, sei nötig. Tatsächlich liege dem NLKWN zufolge künftig ein ungleich größerer Bereich im Überschwemmungsgebiet. Betroffen sind demnach etwa das gesamte Gewerbegebiet zwischen Fluthamel und Otto-Körting-Straße und das Weserberglandstadion. Dem drohenden Hochwasser müsse am Hafen mit Deichen, Wällen oder mobilen Anlagen Einhalt geboten werden. Die Herausforderung besteht laut Aden darin, diese notwendige Maßnahme mit dem Ansinnen unter einen Hut zu bringen, den Hafen erlebbarer zu machen und als „urbanes Gebiet“ auszuweisen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung sollte am Donnerstag den Rahmenplan für den Hafen mit Schwerpunkt auf der Wesermühle auf den Weg bringen.

Das Thema ist ein heißes Eisen. Folglich wohnten einige Hamelner, darunter mehrere Hausbootbewohner, industrielle Anrainer und ein Vertreter des hiesigen Angelvereins, der Sitzung bei. Sie alle sind in Sorge um ihre Existenz im und am Hamelner Hafen: sei es durch teilweise Zuschüttung des Beckens, lärmbedingte Einschränkung ihrer Arbeit im Zuge einer Ausweisung als „urbanes Gebiet“ oder bauliche Einschnitte durch den Bau von Deichen oder Wällen.

Die von der Stadtverwaltung vorgelegte Beschlussvorlage bestand aus drei Teilen: einem Rahmenplan für den Hafen, in dem auch von der „Verfüllung eines rückwärtigen Teils des Hafenbeckens“ die Rede war – ein Passus, an dem sich insbesondere die Grünen, aber auch die Linken störten und deshalb beantragten, diesen Abschnitt in die nächste Sitzung zu schieben. Das Gremium stimmte mehrheitlich dafür. Einig war sich die Politik hingegen bei den anderen beiden Teilen der Vorlage. Diese sehen vor, frühzeitig die Öffentlichkeit einzubeziehen und die Bürger anzuhören und Teile des Hafengebiets als urbanes Gebiet auszuweisen. Ausschlaggebend für Letzteres sind die Pläne für die Wesermühle. Zwar hat ein neuer Eigentümer vor gut drei Jahren einen imposanten Wohnkomplex in Aussicht gestellt – in die Tat umgesetzt wurde davon bislang allerdings noch nichts. Um die städtebaulichen Ziele der Stadt zu sichern, den Hafen nicht nur für Nutzer und Bewohner, sondern auch Besucher langfristig erlebbarer zu machen, wurde der dafür nötige Aufstellungsbeschluss am Donnerstag einstimmig beschlossen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?