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Diabetes ist eine der häufigsten Ursachen / Blutversorgung meist gestört

Was tun bei chronischen Wunden?

Hannelore R. (66) aus Hameln fragt: Ich habe eine offene Stelle am Fuß. Die Wunde will nicht heilen. Ich bin deswegen in Behandlung. Habe ich eine chronische Wunde? Falls ja, wodurch kommt das, und was kann man dagegen tun?“

veröffentlicht am 20.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

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Dr. Werner G. Gehring antwortet: Eine chronische Wunde liegt dann vor, wenn sie trotz einer lokalen Therapie nicht innerhalb von drei Monaten verheilt. Am häufigsten entstehen chronische Wunden durch Venenerkrankungen an den Beinen und durch Störungen der Blutversorgung (Makro- und Mikroangiopathie).

Die häufigsten chronischen Wunden sind:

Dekubitus (Geschwür der Haut beziehungsweise Schleimhaut, welches durch lang andauernde Druckeinwirkung entsteht);

Diabetischer Fuß beziehungsweise Diabetisches Fußsyndrom. Man unterscheidet den neuropathisch-infizierten Fuß vom ischämisch-gangränösen Fuß. In bis zu 70 Prozent der Fälle liegt der neuropathisch-infizierte Fuß vor, bei dem die peripheren Nerven aufgrund jahrelanger Mangelversorgung geschädigt sind (diabetische Neuropathie). Der ischämisch-gangränose Fuß ist die Folge peripherer arterieller Durchblutungsstörungen, was zur Nekrose (Absterben) ganzer Gewebebezirke führen kann. Die Häufigkeit des Vorkommens liegt bei 20 bis 30 Prozent aller Fälle des diabetischen Fußes. Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) des diabetischen Fußsyndroms liegt bei der diabetischen Gesamtbevölkerung bei zwei bis zehn Prozent

Ulcus cruris venosum/arteriosum/mixtum, je nach auslösendem Gefäß (Unterschenkelgeschwür); Prävalenz Ulcus cruris venosum 0,08 Prozent; Ulcus cruris arteriosum drei bis zehn Prozent.

Die Ursachen dieser chronischen Wunden sind vielfältig und auf unterschiedliche Krankheiten zurückzuführen. In der Regel werden die Wunden durch eine Verletzung verursacht. Vorliegende Grunderkrankungen, wie beispielsweise Diabetes oder Gefäßerkrankungen führen jedoch dazu, dass die Wundheilung verändert oder verlängert wird.

Das so genannte Gangrän ist ebenso eine Form einer offenen Wunde. Dabei handelt es sich um einen lokalen Gewebsuntergang. Man unterscheidet das trockene und feuchte Gangrän. Das trockene Gangrän ist eine Nekrose (Gewebeuntergang; blauschwarzes Areal als Ergebnis eines Verdunstungs- und Schrumpfungsvorganges), die abtrocknet aufgrund von Flüssigkeitsverlust. Bei einem feuchten Gangrän handelt es sich um eine Nekrose, bei der es zur Gewebeverflüssigung aufgrund eines bakteriellen Infektes kommt und die sich bläulich-livide verfärbt.

Wenn eine Wunde länger als drei Monate besteht, kann es sich um eine chronische Wunde handeln. Zusätzlich kann es zu den Nebensymptomen wie Hyperpigmentierung, Ekzeme, Dermatosklerose (verhärtete, atropische Haut) oder gegebenenfalls zu Nervenschmerzen in der Ulkus-Umgebung kommen.

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