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Verschärfte Regeln in Hannover

Was Straßenmusiker in Hameln dürfen – und was nicht

HAMELN. Keine Verstärker, ausgewiesene Plätze und Musik nur noch zwischen 12 und 19.30 Uhr: Die Stadt Hannover hat zuletzt die Regeln für Straßenmusik verschärft. In Hameln wird sich am bestehenden Regelwerk dagegen nichts ändern. Welche Auflagen und Besonderheiten gibt es für Musiker in Hameln? Wir geben den Überblick.

veröffentlicht am 11.09.2018 um 14:32 Uhr

Hannover verschärft die Regeln, Hameln zieht keine neuen Saiten auf: Das Regelwerk der Stadt habe sich bewährt. Foto: Pixabay (Symbolbild)
Muschik, Moritz

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Keine Verstärker, ausgewiesene Plätze und Musik nur noch zwischen 12 und 19.30 Uhr: Die Stadt Hannover hat die Regeln für Straßenmusiker verschärft. Unter anderem müssen Musiker nach einer halben Stunde ihren Standort wechseln und eine Pause einlegen. Die strengeren Regeln sollen die Belastung für Anwohner und Beschäftigte angrenzender Geschäfte vermindern. Der städtische Ordnungsdienst kontrolliert die Einhaltung.

In Hameln ändert sich an den bestehenden Regeln aber nichts. „Wir haben hier bereits ein Regelwerk, das sich bewährt hat – daher sehen wir keine Veranlassung für eine Verschärfung“, sagte Stadtsprecher Thomas Wahmes auf Anfrage. Aber welche Regeln gelten eigentlich für Straßenmusiker in der Fußgängerzone? In einem Flyer der Stadt ist festgehalten, was sie dürfen – und was eben nicht. An die Spielregeln sollen sich Musiker halten, um Anlieger, Passanten, Bewohner und arbeitende Menschen in der Hamelner Innenstadt nicht zu stören. Die Regeln der Stadt im Überblick:

Musikgruppen: Gruppen von mehr als drei Personen benötigen für ihren Auftritt eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt.

Verstärker: Bei Auftritten dürfen elektroakustische Verstärker – wie ab sofort auch in Hannover – nicht eingesetzt werden.

Verkauf: Gewerbsmäßige Auftritte sind nicht erlaubt. Dazu zählt auch der Verkauf von Musikträgern oder anderen Produkten.

Genereller Zeitrahmen: An Werktagen ist die Straßenmusik zwischen 10 und 20 Uhr erlaubt, an Sonn- und Feiertagen nur nach den üblichen Gottesdienstzeiten.

Zeit pro Standort: An einem Standort darf jeweils nur eine Stunde lang musiziert werden. Wenn an einer anderen Stelle weiter gespielt wird, muss der neue Standort so weit vom ersten Ort entfernt liegen, dass der Auftritt dort nicht mehr gehört werden kann.

Trommeln: Die Benutzung von sehr lauten Trommeln oder ähnlich lauten anderen Rhythmusinstrumenten ist nicht gestattet.

Veranstaltungen: Finden erlaubte Veranstaltungen statt, ist Straßenmusik dort nicht gestattet.

Besondere Gründe: Straßenmusik kann aus besonderen Gründen jederzeit von der Polizei oder vom Ordnungsamt unterbunden werden.

Generell seien Straßenmusiker willkommen, heißt es in dem Flyer der Stadt Hameln. In überschaubarem Rahmen werde Straßenmusik ohne besondere Genehmigung zugelassen, sofern „diese ein Mindestmaß an allgemeinverträglicher Qualität zeigt“. Vor rund zwei Jahren wurde sogar über ein Casting für Straßenmusiker diskutiert. Das geplante Vorsingen hatte damals heftige Debatten ausgelöst. Der entsprechende Antrag wurde aber zurückgenommen.

„Wer sich nicht an die Regeln hält, wird freundlich angesprochen und aufgefordert, den Ort zu verlassen“, sagt Wahmes. „Aktuell haben wir diesbezüglich aber keine Probleme.“ Kein Anlass also für strengere Regeln.



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