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Seltsame Vorrichtung an der Weserpromenade gibt Spaziergängern Rätsel auf

Was steckt hinter dieser „Tonne“?

HAMELN. An der Weserpromenade steht derzeit eine Tonne, über deren Zweck sich viele Gedanken machen. Sie steht, unübersehbar und rostrot, am Bootsanleger vor der Sumpfblume. Rotweiße Baken und gelbe Signalleuchten sichern die Tonne ab. Laut Stadt handelt es sich um eine Sicherungsmaßnahme für die Fernwärme.

veröffentlicht am 05.02.2018 um 18:56 Uhr

Unübersehbar: die Tonne an der Weserpromenade. Oder ist es gar keine Tonne? Foto: pk
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Nanu?, mag sich mancher Flaneur in den letzten Wochen beim Anblick einer scheinbar wahllos an der Weserpromenade platzierten Tonne gesagt haben. Sie steht, unübersehbar und rostrot, am Bootsanleger vor der Sumpfblume. Rotweiße Baken und gelbe Signalleuchten sichern die Tonne ab. Aber wozu überhaupt diese komische Tonne da?

„So komisch ist die Tonne nicht“, teilt Stadtsprecher Thomas Wahmes auf die entsprechende Frage dazu mit. „Sie sichert einen Schacht der Fernwärme gegen Hochwasser und steht nur temporär dort.“ Aha. Für weitere Fragen sei das zuständige Unternehmen Enertec der richtige Ansprechpartner.

Dabei stellt sich heraus, dass es sich bei der Tonne gar nicht um eine Tonne handelt, sondern um eine Erhöhung eines Schachtes – deren Anblick lediglich wie eine Tonne aussieht, wie Unternehmenssprecherin Birgit Jahnke gegenüber der Dewezet erläutert. „Unter der Promenade verläuft in dem fraglichen Abschnitt eine wichtige Dampftransportleitung der Enertec“, führt Jahnke aus. „Um diese für Kontrollen und das Bedienen von Absperr-Armaturen erreichen zu können, werden Schachtbauwerke benötigt.“ Diese befänden sich in der Regel in einem Abstand von etwa 200 Metern voneinander. In diesen Schächten haben die Enertec-Mitarbeiter die Möglichkeit, zur Leitung hinabzusteigen.

„Um zu verhindern, dass bei Hochwasser Weserwasser in den Schacht eindringt, wird vorsorglich eine sogenannte Schachterhöhung, die wasserdicht ist, angebracht“, erklärt Jahnke im Hinblick auf die augenscheinliche Tonne. Wenn der Pegel der Weser wieder gesunken ist, werden die Enertec-Mitarbeiter die Schutzeinrichtung wieder entfernen.

Darüber hinaus schütze „Tonne“ den Schacht auch, wenn die Grundwasserstände steigen. Über diese Erhöhung sei es nämlich möglich, größere eindringende Grundwassermengen nach außen abzupumpen.

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