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Gespräch mit Christine Tegtmeier und Ralf Wilde / Stadt stellt Maßnahmen beim Umwelttag vor

Was macht Hamelns Klimaschutzbeauftragte?

Hameln. Am Sonntag findet der 3. Umwelttag in Hameln statt. Mit Hamelns Klimaschutzbeauftragter Christine Tegtmeier und dem Fachbereichsleiter für Umwelt, Ralf Wilde, hat Tomas Krause über den lokalen Umweltschutz gesprochen.

veröffentlicht am 04.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 07:41 Uhr

Im Gespräch: Tomas Krause und die Hamelner Klimaexpertin Christi
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Frau Tegtmeier, warum braucht Hameln eigentlich eine Klimaschutzbeauftragte?

Es geht darum, für einen längeren Zeitraum eine Richtschnur zu entwickeln, die festlegt, wie wir gezielt den Kohlendioxidausstoß reduzieren können. Die Durchschnittstemperatur hat sich bereits um 0,6 Grad erhöht – Deutschland will die 2-Grad-Grenze halten. Für die Städte bedeutet dies eine Temperatur-Erhöhung um 6 bis 8 Grad. Wenn wir also normalerweise 30 Grad haben, klettert das Thermometer an heißen Sommertagen auf 38 Grad – das ist schon ein deutlicher Unterschied. Auf Dauer kann dies bei vielen Menschen schnell zu gesundheitlichen Problemen führen.

… und was macht die Klimaschutzbeauftragte dagegen?

Eine Klimaschutzbeauftragte koordiniert und plant Maßnahmen, die zur Verminderung von Treibhausgasen führen. In der Nachfolge geht es natürlich auch um die Umsetzung und Finanzierung. Außerdem nehmen wir zum Beispiel an der Heizspiegelkampagne teil. Das läuft ähnlich wie bei einem Mietspiegel. Die Verbraucher sollen ihre Kosten und ihren Energieverbrauch untereinander vergleichen können.

Herr Wilde, wie ist es um den Klimaschutz in Hameln bestellt?

Wir haben zusammen mit der Kreisverwaltung eine CO2-Bilanz in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden im Herbst vorliegen. Anhand dieser Bilanz wollen wir feststellen, wo wir Defizite haben und wo wir mit effektiven Maßnahmen möglichst viel erreichen können. Wir wollen herausfinden, wo wir im Verkehrsbereich oder bei den kommunalen Gebäuden Kohlendioxid einsparen können.

Frau Tegtmeier, wo hapert es in Hameln?

Messungen haben einige Punkte ergeben, die nicht unproblematisch sind hinsichtlich der Stickstoff- und Feinstaubbelastung. Grundsätzlich sind wir gut dran. Wir haben den großen Stadtforst, der als Ausgleichsfläche fungiert.

Beim Hamelner Umwelttag morgen im Bürgergarten wollen Sie Konzepte zur Energieeinsparung vorstellen. Herr Wilde, worum handelt es sich dabei?

Wir wollen an verschiedenen Ständen zeigen, was in Hameln schon alles passiert ist. Zum Beispiel bei der Kläranlage oder der energetischen Sanierung der Schulen. Dass wir den Ist-Zustand zeigen, heißt aber nicht, dass wir nichts mehr tun wollen. Außerdem präsentieren wir beim Umwelttag Elektrotransporter, auch E-Fahrräder können ausprobiert werden. Umwelt und Klima sollen für die Bürger erlebbar werden.

Frau Tegtmeier, Sie werden selbst auf der Soltec stehen. Was erhoffen Sie sich von den Gesprächen?

Ich erhoffe mir eine Sensibilisierung der Bürger und möchte alle Akteure – Berater, Fachleute und Bürger – zusammenbringen. „Klimaschutz in Hameln – hier tut sich etwas“, heißt das Motto unseres Standes. Ich möchte den Bürgern anhand von Beispielen zeigen, was wir schon gemacht haben und was wir noch vorhaben.

Wie wichtig ist Ihnen der Klimaschutz im Privaten?

Ich habe zwei Kinder, und es vergeht kaum ein Sonntagabend, wo wir beim Abendessen nicht über unterschiedlichste Umweltthemen reden. Umwelt- und Klimaschutz beschäftigt die Kinder heutzutage schon sehr und ich denke auch, mit Fragen wie ,Was tust Du eigentlich gegen den Klimawandel?’ müssen Eltern und Großeltern rechnen.

Wie sieht Ihre Energie-Vision für Hameln im Jahr 2025 aus?

100 Prozent regenerative Energie – das ist natürlich nur ein Traum. Aber ich denke, dass eine erhebliche Steigerung für Hameln drin ist. Ich würde mich über eine saubere und umweltfreundliche Stadt freuen, in der die Menschen einfach gerne leben und arbeiten.



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