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Für Kinder eine Attraktion

Was macht ein Rentier auf dem Weihnachtsmarkt?

HAMELN. Am Wochenende war der Weihnachtsmann mit echten Rentieren auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt zu bestaunen - bereits zum dritten Mal. Wenn lebendige Tiere im Markttreiben zu sehen sind, gibt es oft auch kritische Stimmen. Das sagen der Stadtmanager, der Tierhalter und das Veterinäramt dazu.

veröffentlicht am 10.12.2018 um 14:49 Uhr

Zwei Rentiere auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Da gibt es einen mit großen Heliumballons oder einen, der Süßigkeiten verteilt, und dann gibt es da den einen, der der Richtige, der einzig Wahre sein muss: der Weihnachtsmann auf einem Schlitten, vorneweg zwei Rentiere. Hamelns Stadtmanager Dennis Andres hat am Wochenende die Kinder beobachtet, die diesem Weihnachtsmann ehrfürchtig und überzeugt auf dem Weihnachtsmarkt begegnet sind. Dass es neben den begeisterten aber auch skeptische Stimmen gibt, wenn Tiere auf einem gut besuchten Markt unterwegs sind, weiß Andres. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie gestresst sind“, sagt er über die beiden Rentiere, die zwischendurch offenbar ganz entspannt gefressen hätten.

Vorkehrungen, um möglichen Stress auszuschließen, wurden trotzdem getroffen. Security-Mitarbeiter sind mitgegangen, die sicherstellen sollten, dass die Weihnachtsmarktbesucher den Tieren nicht zu nahe kommen und sie streicheln. Zusätzlich wurden dort, wo der Weihnachtsmann einen Foto- und Geschenke-Verteil-Stopp einlegte, Absperrungen um die Tiere herum aufgestellt. Und vom Zirkus Baldoni – einem alten Vertrauten der Stadt –, von dem die Tiere stammen, „haben wir die Gewissheit, dass sie artgerecht gehalten werden“, sagt Andres. Auch das Veterinäramt Hameln-Pyrmont hatte keine Einwände: „Der Tierhalter hat von uns eine Erlaubnis nach Paragraf 11 Tierschutzgesetz erhalten“, heißt es seitens des Landkreises über das Zurschaustellen der Rentiere. Er sei zudem darauf hingewiesen worden, „dass bei der Auswahl der auszustellenden Tierindividuen darauf zu achten ist, dass diese dahingehend konditioniert wurden, auch größere Menschenansammlungen zu tolerieren, ohne ein übertriebenes Flucht- und Meideverhalten auszuleben“.

Der Tierhalter Harry Heilig vom Zirkus Baldoni betont, dass seine Rentiere seit jeher an Menschen gewöhnt sind. Außerdem seien Rentiere vor allem in Skandinavien häufig Nutztiere, die ständig Menschen um sich haben. Jene in seinem Zirkus ohnehin – sie seien bei Baldoni geboren. Die Attraktion – echter (!) Weihnachtsmann mit Schlitten und Glocken tragenden Rentieren – gab es schon zum dritten Mal auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt. Nach einer guten Stunde war die Tour rund ums Hochzeitshaus wieder beendet.



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