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Künftige Nutzung offenbar offen

Was ist auf dem Wouldham Camp möglich?

HAMELN. Genau das, was am Wochenende auf dem ehemaligen Übungsgelände der Briten – Wouldham Camp – stattfand, würde der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann (SPD) dort gerne regelmäßig sehen: groß angelegte Übungen, bei denen Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Polizei für Ernstfälle proben können. Weil die Stadt Hameln für dasselbe Gelände bis dato andere Pläne verfolgt – es auf weiten Teilen zu renaturieren –, wird hinter den Kulissen derzeit um eine Lösung gerungen.

veröffentlicht am 04.09.2018 um 17:43 Uhr

Wie geht es weiter auf dem Gelände an der Weser? Foto: dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Gespräche zwischen den Vertretern beider Lager haben stattgefunden, zum Stand der Dinge möchte sich die Stadt jedoch derzeit nicht äußern. „Es sind noch rechtliche Dinge abzuklären und vorher wäre eine verlässliche Aussage nicht möglich“, heißt es aus dem Rathaus.

Ulrich Watermann und sein Mitstreiter Dirk Adomat (CDU) seien von der Stadt „auf die Lage im Überschwemmungsbiet der Weser hingewiesen“ worden, „die zivile Nutzungen des ehemaligen Militärgeländes vor erhebliche planungs- und umweltrechtliche Probleme stellt“, erklärt die Verwaltung auf Nachfrage. Außerdem müsste bei der Betrachtung der Nutzungsidee als Katastrophenschutzgelände bedacht werden, dass es im Landschaftsschutzgebiet des Wesertals liege und bereits Fördermittel zur Vorbereitung der Renaturierung geflossen seien. Ob die Stadt grundsätzlich an ihrer Idee festhält, oder ob sie zugunsten eines Übungsgebietes verzichtet, ließ sie auf Nachfrage der Dewezet offen.

Für Watermann stehen jetzt weitere Gespräche unter anderem mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an, die noch Eigentümerin des Wouldham-Camps ist. Es sei rechtlich kompliziert, so Watermann, weil das Gelände ursprünglich für militärische Nutzungen vorgesehen war und nur deshalb habe bebaut werden dürfen, obwohl es im Hochwasser- und in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Jetzt sei unter anderem die Frage zu klären, ob sich diese „gewesene Nutzung“ von der Bima auf künftige Eigentümer oder Nutzer übertragen lasse, so dass kein Rückbau der vorhandenen Rampen und Anlagen erforderlich wäre. Ideal wäre aus Watermanns Sicht, wenn der Bund in Form der Bima das Gelände einfach dem Landkreis zur Verfügung stellen könnte.

Dass eine Kombination aus renaturiertem Gebiet auf der einen und intensiver Nutzung für Katastrophenschutzübungen auf der anderen Seite des 22 Hektar großen Geländes möglich ist, sieht Watermann nicht. „Eigentlich würden wir alles beanspruchen wollen.“



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