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Als beste Absolventin ihres HSW-Jahrgangs will Alisa Dühlmeier weiterhin studieren

Was folgt auf den Erfolg?

Hameln. So ein Abschluss, wie ihn die 24-jährige Alisa Dühlmeier an der Hochschule Weserbergland (HSW) in Betriebswirtschaft mit der Fachrichtung Industrie und der Abschlussnote 1,2 gemacht hat, will erst mal geschafft sein. Als beste Absolventin ihres Jahrgangs wurde sie jetzt im Rahmen einer Feierstunde nicht nur für diese Leistung ausgezeichnet, sondern auch noch dafür geehrt, dass ihre Bachelor-Arbeit mit der Note 1,0 ebenfalls die beste ihres Jahrgangs war.

veröffentlicht am 03.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Eigentlich hatte Alisa Dühlmeier, die aus dem Schaumburger Land stammt, aber derzeit in Hameln lebt, das Fach Wirtschaftspsychologie mit den Schwerpunkten Arbeit und Organisation studieren wollen. „Nur reichte mein Abi-Durchschnitt von 1,9 nicht für den Numerus clausus. Da wurde ein Schnitt von 1,3 bis 1,5 verlangt.“ Weil die junge Frau, so wie die meisten Gymnasialabsolventen, nach dem Abitur noch keine richtige Berufsorientierung hatte, machte sie zunächst ein Jahr Pause, absolvierte Praktika in einer Grundschule, bei RadioAktiv, in der Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, in einem heilpädagogischen Kindergarten und in Indien an einer Schule für geistig und körperlich behinderte Kinder. Der Zufall wollte es, dass Alisa Dühlmeier sich schließlich um ein Praktikum in der Personalabteilung bei der Lenze SE in Groß Berkel bewarb – und genommen wurde. Ein Ausnahmefall offenbar, „denn meine anderen Bewerbungen um eine Praktikumsstelle waren mir immer mit dem Hinweis zurückgeschickt worden, ich könne mich gerne während des Studiums erneut bewerben, aber nicht vorher“. Erst sollte es ein dreimonatiges Praktikum sein, dann aber wurde es mehr, denn Alis Dühlmeier fand Geschmack an der Arbeit bei Lenze und bewarb sich aus dem Praktikum heraus um eine Ausbildung bei Lenze für ein duales Studium an der HSW. „Weil damals aber alle Plätze schon vergeben waren, musste ich noch ein Jahr warten und blieb als Praktikantin in der Abteilung für Weiterbildung.“

Nach ihrem hervorragenden Abschluss will die 24-Jährige jetzt die Ausbildung zum Master in Osnabrück oder Berlin in Angriff nehmen – auch wieder mit Unterstützung der Lenze SE, denn das Unternehmen hat mit ihr einen Vertrag über Studienförderung abgeschlossen. Finanziell ist er so dotiert, wie ein Auszubildender im vierten Lehrjahr bezahlt wird – mit rund 1200 Euro im Monat. „Und sollte ich nach dem Master-Abschluss ein Angebot von Lenze erhalten, würde ich gerne dort arbeiten“, betont die junge Frau, „denn ich habe mich während der gesamten Zeit dort wohlgefühlt und glaube, dass das auch in Zukunft so sein könnte.“

Alisa Dühlmeier musste ihre bei der HSW fälligen Studiengebühren nicht selbst bezahlen. Das Unternehmen übernahm – ebenso wie viele andere Unternehmen – diese Kosten komplett. Dühlmeier und zwei weitere Kommilitonen, die ihr duales Studium mit Lenze absolvierten, durften auf Kosten des Unternehmens auch zu Auslandsaufenthalten reisen: Dühlmeier betreute acht Wochen lang ein Projekt bei einer Lenze-Tochter in den USA, ihre beiden Kollegen sammelten in Brasilien und Schanghai Auslandserfahrung. „Da waren einige unserer Mitstudenten schon ein wenig neidisch“, zieht Dühlmeier Bilanz. Und lobt ganz nebenbei auch noch die Unterstützung, die sie während ihres Studiums im Unternehmen erhalten habe. „Wenn es vor Beginn des neuen Semesters darum ging, Rechercheaufträge der Dozenten zur Vorbereitung auf die nächsten Theorieeinheiten im Unternehmen zu erledigen, haben wir immer sehr schnell unsere Fragen beantwortet bekommen, egal, in welcher Abteilung wir unsere Fragen stellen mussten.

Auch Matthias Schäfer, dessen Praxis-Partner während des dualen Studiums die Aerzener Maschinenfabrik (AM) war, wurde auf der Abschlussfeier ausgezeichnet. Der Verein „Studierende, Alumni, Freunde und Förderer der Hochschule Weserbergland“ (STAFF) verlieh ihm für sein organisatorisches Engagement innerhalb der Studentenvertretung den „Commitment Award“. Ob Schäfer wie Dühlmeier auch noch den Master macht, lässt er im Gespräch offen. Immerhin: Der Wirtschaftsinformatiker wurde direkt von der Aerzener Maschinenfabrik übernommen. Auch Schäfer erhielt für seine Bachelor-Arbeit die Note 1,0.

Alisa Dühlmeier war in ihrem Jahrgang die beste HSW-Absolventin und lieferte auch noch die beste Bachelor-Arbeit ab. wft



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