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Dr. Heike Köhler am Sonntag eingeführt

Was der neuen Pastorin an Hameln besonders gefällt

HAMELN. Seit zwei Wochen ist Dr. Heike Köhler bereits in Hameln aktiv, lernt seitdem ihre neue Gemeinde kennen und ist am Sonntag in der Marktkirche St. Nicolai feierlich eingeführt worden.

veröffentlicht am 11.11.2021 um 05:00 Uhr

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Nach einigen Besuchen beim Kirchenvorstand oder auch der Gruppe, die sich um die Orgelrenovierung kümmert, musste sich die Pastorin vor ihrer Einführung zunächst etwas sortieren, wie sie sagt. Das neue Umfeld kennenzulernen, sei natürlich stressig, aber sie sei freudig von Kollegen und Gemeindemitgliedern empfangen worden. „Die Kirche ist mitten im Leben“, antwortet Heike Köhler auf die Frage, was ihr an Hameln besonders gefällt, „sowohl Marktkirche als auch Münster befinden sich mitten in der Stadt und zwischen den Geschäften“.

Die Arbeit in Hameln empfindet sie als spannend und als „große Chance für die Kirche, weiter auszustrahlen“. Wohnhaft ist Heike Köhler in Rinteln, jedoch ist ein Amtszimmer im Haus der Kirche für sie eingerichtet, was ihren Alltag etwas vereinfache, wenn zwischen ihren Terminen längere Zeitspannen anfallen. Kommunikationsprogramme wie Zoom oder Skype hätten durch Corona auch ihre Nützlichkeit bewiesen und ihre Arbeit erleichtert, sagt sie.

Heike Köhler begann ihre Beschäftigung mit und in der Kirche mit der Konfirmandenarbeit und übernahm schließlich auch verschiedene Kinder- und Jugendgruppen. Sie selbst traute es sich zuerst nicht zu, Pastorin zu werden, bis ihr jemand anderes dieses Vertrauen entgegenbrachte. Nach ihrem Studium in Göttingen und Wien schrieb sie ihre Doktorarbeit über ein Kirchengeschichtsthema. Sie befasste darin sich mit der Rolle der Pastorin, besonders am Beispiel der Theologin Meta Eyl und des Frauenbildes während des Nationalsozialismus. Daneben beschäftigte sie sich mit dem deutsch-evangelischen Frauenbund, welcher auch in Hameln vertreten ist. Später wurde Heike Köhler Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, war zehn Jahre lang Landpastorin im Auetal im Landkreis Schaumburg und betrieb auch weiterhin viel Jugendarbeit.

Bevor Heike Köhler nach Hameln kam, war sie Pastorin in Obernkirchen und leitete dort das Projekt „Erlebnis Raum Taufe“. Dabei handelt es sich um eine Multimedia- Veranstaltung, um die Taufe „mit allen Sinnen zu erfahren“ und das Thema „etwas anders gestaltet“ näher zu bringen.

Wäre sie nicht Pastorin, erzählt Heike Köhler, wäre sie wohl gerne Innenarchitektin geworden. Dieses Interesse habe sie sich beibehalten und sei daher immer gerne bei Renovierungs- und Bauarbeiten in und an der Kirche dabei.



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