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Ein mögliches Freizeitparadies

Was aus Upnor werden könnte

HAMELN. Im Sommer 2014 haben sich die Briten mit einer feierlichen Parade aus Hameln verabschiedet – aus Sicht der Stadtplaner eine große Chance. Nur selten bietet sich die Gelegenheit, teils mitten in der Stadt riesige Flächen neu zu überplanen und sie den Menschen oder der Natur zurückzugeben. Drei Jahre nach dem Abzug blicken wir auf die zehn Areale, zeigen auf, was dort passieren soll und wie weit die Planungen vorangeschritten sind. Heute: Upnor

veröffentlicht am 29.06.2017 um 16:34 Uhr
aktualisiert am 10.07.2017 um 08:51 Uhr

Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Das Wetter war bescheiden, als die Stadtverwaltung im Oktober „Upnor“ vor Ort präsentierte, erklärte, Chancen und Unmögliches erläuterte. Dass trotzdem viele Menschen teilnahmen, zeigt, wie groß das Interesse an diesem Stückchen Land ist. Kein Wunder, bietet der ehemalige Wasserübungsplatz mit seinen über 22 Hektar doch das, was in Hameln oft vermisst wird: Den direkten Zugang zum Wasser mit viel Fläche für Freizeitaktivitäten. Doch die Sehnsucht nach der Verwirklichung der Upnor-Pläne wird noch länger währen müssen. „Gemach, Gemach“, sagt Stadtbaurat Hermann Aden, wenn es um eine zügige Umgestaltung geht.

Es sei ein bisschen gemein, gesteht er, den Leuten erst den Mund wässrig zu machen mit beeindruckenden Planskizzen und Ideen dazu, was dort alles möglich sein könnte, um dann zu sagen: Jetzt müsst ihr warten. Zumal er 2015 selbst damit gerechnet hatte, dass in zwei Jahren, also jetzt, ein erster Spatenstich erfolgen könnte.

Aber: Die Rahmenbedingungen hätten sich als komplexer herausgestellt und Upnor genieße beispielsweise nicht die gleiche Priorität wie Linsingen. Außerdem: „Die Umsetzung kostet manche Mark – wir müssen an verschiedene Fördertöpfe denken“. Den Kostenrahmen nennt Aden nicht – nach der Sommerpause, kündigt er an.

Blick auf Upnor von oben: Das Gelände wird bereits heute betreten und genutzt – allerdings illegal. Foto: wfx/Archiv
  • Blick auf Upnor von oben: Das Gelände wird bereits heute betreten und genutzt – allerdings illegal. Foto: wfx/Archiv
Foto: Dana
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Blick auf Upnor von oben: Das Gelände wird bereits heute betreten und genutzt – allerdings illegal. Foto: wfx/Archiv
Foto: Dana
Foto: Dana
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Wenn Aden an Upnor denkt und dessen Ausgestaltung, hat er den Bereich bis zur Jugendherberge im Sinn. Upnor beginnt für ihn an der Stadthamel. Ideen für die Gestaltung und Nutzung des Bereichs gebe es seit Jahrzehnten, sagt er.
Dazu gehört vor allem, den Weserradweg von der wenig idyllischen Fischbecker Landstraße runter an die Weser zu verlegen. Erste Fakten wurden geschaffen: Einige der dort angesiedelten Gärten sind wieder im Besitz der Stadt Hameln, nachdem sie sie bis vor Kurzem verpachtet hatte. „Vier wollen nicht verkaufen“, sagt Aden, „aber das ist egal“.


Dann werde der „Schlenker“, den der Radweg macht, eben etwas kürzer und führt weiterhin teilweise an der Straße entlang.
Abseits des Radweges sollen vielfältige Angebote entstehen können, so sehen es die Pläne bisher vor: Hundestrand, Angeln, Spielwiese, Beachvolleyballfeld, befestigte Flächen für Skateboarder, Basketball, Hockey, Liegewiese, Grillplatz feste Bühne, Wohnmobilstellplatz und kleine Gastronomie, um nur einiges zu nennen. Auch über eine Badestelle wird nachgedacht, die durch Erschaffen eines Weser-Seitenarmes ohne starke Strömung möglich werden könnte.  Am Ende soll ein Naherholungsgebiet herauskommen, die Stadt spricht von einer vielfältigen Erlebnis-Landschaft. Wenn doch nur die Übernahme der Kosten schon geklärt wäre …

Aus Adens Sicht muss erst das große Ganze geplant sein – „dann können wir auch partiell anfangen“, sagt er und spielt damit auf Überlegungen an, ob nicht wenigstens die Treppenstufen am Stockhof hergerichtet oder die Böschung Richtung Krankenhaus freigeschnitten und zugänglich gemacht werden könnten. Aden hält von kleinen Anfängen ohne Gesamtkonzept nichts, macht er deutlich.
Im nächsten Schritt werde den Politikern nach den Sommerferien in den Ausschüssen ein abschließendes Konzept für Upnor vorgelegt, über das der Rat dann zu entscheiden hat. Der zuständige Stadtentwicklungsausschuss tagt am Donnerstag, 10. August.

Mein Standpunkt
Birte Hansen
Von Birte Hansen-Höche

Wenn es wird, wie es geplant ist: Yes! Dann hätte Hameln ein wirklich attraktives Ausflugsziel und endlich einen Platz zum Füße-ins-Wasser-Halten. Auch, wenn es für viele Hamelner auf der falschen Seite der Weser liegt ;-) …

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