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Mittelalter-Spektakel hat begonnen

Was anziehen zur Mystica Hamelon?

HAMELN. Wallende Gewänder, dicke Umhänge, ein Schwert am Gürtel: Wer an diesem Wochenende in Hameln derart gekleidet unterwegs ist, passt perfekt ins Bild. Von Freitag bis Sonntag ist wieder Mystica Hamelon. Wir haben uns die Kleiderordnung einmal genauer angeschaut und Besucher nach dem Ursprung ihrer Gewänder gefragt.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 19:04 Uhr

Eröffnungstrubel auf der Hochzeitshausterrasse. Foto: dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite

Mittelalter-Fans nehmen ihre Berufung wohl ziemlich ernst: Während auf der Hochzeitshausterrasse die Mystica Hamelon mit Trommeln und Langfanfaren offiziell eröffnet wird, spaziert ein als Bettler verkleideter Mann durch die Bäckerstraße. Er hat einen Buckel und redet vor sich hin. Der mittelalterliche Habenichts läuft leicht gekrümmt und hält bei Passanten die Hand auf. „Miese Arbeitsbedingungen“, schimpft er dann – und recht hat er. Die Bedingungen sind gewiss mies an diesem Eröffnungstag: Für einen, der stilecht ohne Schuhe und barfuß auf dem Fußgängerzonenpflaster unterwegs ist, sind die Umstände bei minus vier Grad Lufttemperatur alles andere als ideal.

„Fremde, seid willkommen in unserer Stadt“, begrüßt unterdessen Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese die reisende Gauklerschar. Die Stadt sei stolz darauf, so viele Bettler, Gaukler, Musikanten und Ritter in Hamelns Innenstadt zu haben. „Das passt hierher“, sagt Griese. Rund 150 Stände gibt es bei der mystica Hamelon, dazu etwa 200 Programmpunkte. „Das wollen wir weiter ausbauen.“

Bis Sonntag ist in Hameln Mittelalterfest – und voraussichtlich wird auch das Wetter Tausende Besucher nicht abhalten, bei diesem Spektakel dabei zu sein.

Tolles Kostüm! - Woher?

Wikinger

Andy Kingl, Esslingen am Neckar: „Mein Kostüm habe ich komplett selbst gemacht. Hilfe hatte ich von einem Freund und meiner Freundin. Ich habe mehrere Outfits, die sich alle über die Jahre angesammelt haben, ich mache das ja beruflich und nehme dieses Jahr als Wikinger aus dem Osten auch als Walk-Act teil. Ich sag mal so: Ein Monatslohn reicht für das Kostüm nicht, aber es ist auf jeden Fall billiger, wenn man es selbst macht. Man muss viel Zeit aufwenden, aber es ist alles mit Liebe gemacht.“

Ritterpaar

Sarah Rubrack und Tobias Reinkensmeier, Hameln: „Unsere Kostüme sind teils selbst gemacht, teils geborgt und teils gekauft. Das Schwert ist von einem Mittelaltermarkt aus Einbeck. Vom Lehrling des angeblich besten Schmiedes Deutschlands gefertigt. Vor vier bis fünf Jahren haben wir angefangen und uns nach und nach die Teile gekauft. Wir sind seit Anfang an jedes Jahr bei der Mystica Hamelon dabei.“

Rittersmann

Sascha Knur, Hannover: „Ich habe vieles gekauft, aber noch mal überarbeitet, damit es ein bisschen authentischer aussieht. Mein Kostüm ist geschätzt etwa 600 Euro wert. Das hat sich bei mir so über die Jahre angesammelt. Das alles zu kaufen, wäre aber bestimmt auch in einer Woche möglich. Bei diesem Wetter habe ich sechs Schichten an, wovon drei zum eigentlichen Outfit gehören.“



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