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Verwunderung beim Schulelternrat

Warum kein vierter Zug am Albert-Einstein-Gymnasium?

HAMELN. Die Nachricht, dass am Vikilu aufgestockt wird und dort ab dem nächsten Schuljahr sieben statt bislang sechs fünfte Klassen zustande kommen, sorgt beim Schulelternrat des Albert-Einstein-Gymnasiums für Verwunderung. Kern der leisen Kritik: Am AEG hätte man die räumlichen Kapazitäten und könnte problemlos einen vierten Zug bei sich unterbringen, wie Frank Sonntag vom Schulelternrat sagt.

veröffentlicht am 22.06.2017 um 08:57 Uhr

Das AEG bleibt dreizügig, obwohl Platz für mehr Schüler vorhanden wäre. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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„Wir bedauern sehr, dass es nicht möglich ist, eine Vierzügigkeit an unserer Schule einzurichten“, sagt Sonntag. Das AEG habe genau die Kapazitäten zur Verfügung für die 30 Schüler, die sich am Vikilu zusätzlich angemeldet haben. Denn: Laut Schulbezirkssatzung sind am Vikilu 150 Plätze für den fünften Jahrgang vorgesehen, in Ausnahmefällen auch 180, was sechs Zügen entspricht. In diesem Jahr aber haben sich sogar 210 Schüler an der Grütterstraße angemeldet, und die Siebenzügigkeit wurde am Mittwochabend vom Rat genehmigt. Die Schulleiter der drei Gymnasien hatten dem Vorgehen im Vorfeld zugestimmt.

Der Vikilu-Schulleiter, Dr. Michael Glaubitz, hatte in diesem Zusammenhang in Aussicht gestellt, dass durch Neu-Ordnung der achten Klassen ein Raum für diese weitere fünfte Klasse geschaffen wird (wir berichteten). Doch nach Frank Sonntags Ermessen ist das „eine unglückliche Lage für die Schüler“ hinsichtlich des Platzes.

Er fragt sich laut, ob bei der Entscheidung überhaupt noch auf die Zweitwünsche der Eltern geachtet werde. „Wofür sollen die auf den Anmeldungen überhaupt noch da sein“, fragt er Richtung Stadtverwaltung. Auch im vergangenen Jahr sei es schon so gewesen, dass „das Schiller-Gymnasium mehr Anmeldungen als Kapazitäten“ gehabt habe, und auch dort seien „Notlösungen“ gefunden worden, wie Sonntag sagt, „anstatt am AEG aufzustocken“. Wie allerdings die Zweitmeldungen aussehen, und ob das AEG darunter vertreten ist, weiß er nach eigenen Angaben nicht.

Grundsätzlich vermutet Frank Sonntag, dass hinter dem Vorgehen der Stadt Kostenüberlegungen stecken, die mit der Gestaltung des Schulzentrums Nord zusammenhängen. „Das Schulzentrum ist auf acht Züge ausgelegt“, schildert er. Bekäme das AEG einen Zug mehr, so Sonntag, „würde es für Stadt Hameln teurer werden“.

Die Stadtverwaltung bestätigt, dass das Festhalten an der Dreizügigkeit des AEG mit den Plänen fürs Schulzentrum Nord zusammenhängt. Danach sind drei Züge fürs AEG und fünf für die IGS geplant. „Außerdem wird während der Umbauphase jeder Raum im Schulzentrum benötigt, um die vorhandenen Schüler unterrichten zu können. Die Oberstufe muss im kommenden Schuljahr aufgrund von fehlenden Raumkapazitäten ausgelagert werden“, erklärt Stadtsprecher Thomas Wahmes.

Ungeachtet dieser Pläne, würde sich auch der Schulleiter des AEG, Christian Schmidt, „darüber freuen, wenn mittelfristig über eine Vierzügigkeit des Albert-Einstein-Gymnasiums nachgedacht werden würde“. Allerdings kann er der aktuellen Situation auch Positives abgewinnen: Als „kleines Gymnasium im Grünen kennen die Lehrkräfte und sogar der Schulleiter die Schülerinnen und Schüler fast alle persönlich“. Dadurch bekomme die Schule einen familiären Charakter.

Was den Zweitwunsch der Familien betrifft: Bei einigen Schülern kam er laut Wahmes zum Tragen. „Der Zweitwunsch Albert-Einstein-Gymnasium ist nur von wenigen Schülern angegeben worden.“ Das Schiller-Gymnasium sei von mehr Schülern als Erstwunsch angewählt worden, als Plätze vorhanden sind. „Aus diesem Überhang wurden Schüler mit Zweitwunsch Albert-Einstein-Gymnasium selbstverständlich auch an das AEG abgegeben.“

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