weather-image
23°

Frühschicht-Mitarbeiter legen Arbeit nieder / Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn und Tarifvertrag zur Altersteilzeit

Warnstreik bei Vorwerk

Hameln. Rund 80 Beschäftigte des Teppich-Produzenten Vorwerk haben gestern Morgen für eine gute halbe Stunde die Arbeit niedergelegt und sind in den Warnstreik getreten. Damit habe die „heiße Phase in der Tarifrunde der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie begonnen“ kommentierte Sabine Glawe, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, die Arbeitsniederlegung in der Rattenfängerstadt. Bereits Mitte Oktober sei die zweite Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen worden und die Friedenspflicht zum 31. Oktober ausgelaufen.

veröffentlicht am 11.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

270_008_7558826_hm301_Vorwerk_Wal_1111.jpg
Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

Autor

Hans-Joachim Weiß Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Beschäftigten in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie fordern fünf Prozent mehr Einkommen sowie einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit und eine Übernahme der Auszubildenden. „Die Arbeitgeber blocken die berechtigten Forderungen ab, obwohl sich die Branche positiv entwickelt“, sagt Uwe Mebs, erster Bevollmächtigter der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim. Deshalb sei der Warnstreik bei Vorwerk notwendig gewesen.

Die in den Ausstand getretenen Beschäftigten hätten vor dem Hamelner Werkstor breite Zustimmung signalisiert, erklärt Mebs.

Der Warnstreik habe Vorwerk unangekündigt getroffen, wie Michael Bünermann erklärt. Der Personalleiter des Unternehmens betont jedoch: „Wir haben aber damit gerechnet, weil die Friedensfrist abgelaufen war.“ Allerdings seien nur Mitarbeiter der Frühschicht der insgesamt 330 Hamelner Vorwerk-Beschäftigten in den Warnstreik getreten und nach etwa 30 Minuten an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt.

Weitere Warnstreiks, die seit vergangener Woche niedersachsenweit in insgesamt sieben Unternehmen durchgeführt wurden, seien vorerst nicht geplant, sagt Glawe. Die Gewerkschaft setze auf Vernunft im Arbeitgeberlager und hoffe auf ein ernsthaftes Angebot in der dritten Verhandlungsrunde am Mittwoch dieser Woche in Münster und auf den Abschluss eines Tarifvertrages. Sollte jedoch kein akzeptables Ergebnis erreicht werden, seien längere Warnstreiks und sogar eine Urabstimmung nicht ausgeschlossen, erklärt Glawe und unterstreicht: „Die Arbeitnehmer sind bereit, für ihre Forderungen zu streiten.“

Doch warum überhaupt ist die IG Metall für die Interessenvertretung der Bediensteten in der Textil- und Bekleidungsindustrie zuständig? Die Gewerkschaftssekretärin verweist auf die Fusion der Arbeitnehmervertretungen im Jahr 1998: „Wir vertreten inzwischen auch Tischler und Angestellte der Möbelindustrie. Die Namensgebung ist darin begründet, dass wir immer noch überwiegend Metaller in unseren Reihen haben.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?