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Neuer Wintereinbruch stoppt Naturschauspiel / Straßencafés haben das Nachsehen

Warme Mützen statt Märzenbecher

Hameln. „Leise rieselt der Schnee“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ – das sind vermutlich die Melodien, die den Hamelnern in den Sinn kommen, wenn sie einen Blick nach draußen werfen. Denn der neuerliche Wintereinbruch Mitte März hat die Natur zurückgeworfen, die einzigen „Glocken“ sind die Osterglocken, und auch nur die aus den Gärtnereien. Fürs Blumenbeet ist es noch viel zu kalt, die Frühblüher geben sich zurückhaltend.

veröffentlicht am 11.03.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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„Normalerweise hätten wir für diese Woche die Blüte der Märzenbecher am Schweineberg erwartet, wenn die Witterung so geblieben wäre wie Anfang letzter Woche“, heißt es aus dem Stadtforstamt. Denn noch vor wenigen Tagen hatten Waldführer erste Spitzen der kleinen Kobolde des Waldes entdeckt, die auf den zur Südseite der Stadt gelegenen Flächen vorwitzig ihre Köpfchen der Frühlingssonne entgegenreckten. Doch jetzt ist erst einmal Schluss: Das Naturschauspiel der Märzenbecherblüte lässt aufgrund der eisigen Temperaturen weiter auf sich warten. Spaziergänger bei Holtensen brauchen also weiter warme Mützen, Schal und Handschuhe auf ihrer Wanderung am Schweineberg.

Stattdessen decken sich die Hamelner wieder mit Brennmaterial ein. Weil Holz knapp und teuer ist, hat die Brennholzscheune in der Ruthenstraße laut Anzeige vorläufig geschlossen. Und bei der Firma Edi (Heizöl, Kraftstoffe) in Hameln hat die Nachfrage angezogen. „Es liegt in der Natur der Sache, dass das Geschäft bei Kälte wieder lebhafter wird“, sagt Detlev Lachmann. Viele Kunden hätten sich zwar rechtzeitig zum Winter mit Heizöl eingedeckt, doch gebe es etliche, die wegen der Kosten – eine 1000-Liter-Partie kostet nach seinen Angaben zurzeit 79 Cent plus Mehrwertsteuer – erst einmal kleinere Margen geordert hatten, in der Hoffnung auf einen baldigen Frühlingsbeginn. Hinzu kommt: „Zu Anfang eines neuen Jahres ist bei vielen Familien das Budget erschöpft, da wird versucht, zu sparen.“ Wer deswegen über Nacht leerläuft, dem kann Edi trotzdem helfen: „Solche Notfälle können wir ohne Probleme beliefern.“

Das Nachsehen haben in diesen Tagen die verschiedenen Cafés in der Fußgängerzone. Sie hatten zum Teil bereits ihre Tische und Stühle ins Freie gestellt und warme Decken für die Kunden bereitgelegt. Doch nur die ganz Harten unter den Gästen trotzten der Kälte und genießen schon mal den Cappuccino Open air.

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Treckerspuren im Schnee führen durch den Wald.

Der Deutsche Wetterdienst macht uns übrigens wenig Hoffnung auf Besserung in den kommenden Tagen: Die Tiefs „Yorick“ und „Xaver“ sorgen auch weiterhin für Schneefall und eisige Temperaturen, vor allem nachts. Und selbst tagsüber ist es nicht viel besser: Gestern um 15 Uhr lag die aktuelle Temperatur bei der Messstelle der Hamelner Stadtwerke am Wasserwerk in der Gemarkung Tündern gerade mal bei -2,4 Grad Celsius.

Winterwunderland – Blick vom Klüt auf das verschneite Wangelist.

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