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Grenzbezieher bieten Hilfe an und wollen sich um Beschilderung kümmern

Wanderwege – Stadt sucht Lösungen

Hameln (as). „Die Situation ist absolut unbefriedigend“, pflichtet Horst Töneböhn den Kritikern bei, die sich über unzureichend und fehlerhaft ausgeschilderte Wanderwege beklagen (wir berichteten). Der Stadtwald sei nicht nur für Touristen, sondern auch für die Hamelner Bürger wichtig. Es dürfe nicht sein, dass dieses Naherholungsgebiet vernachlässigt werde und Wanderer in die Irre geführt würden, betont der Präsident des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege von 1930 Hameln.

veröffentlicht am 06.02.2009 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 13:21 Uhr

Mit R gekennzeichnet: die Rundwanderwege. Vielfach sind die Mark
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Der Wanderverein Hameln-Weserbergland hatte auf die Problematik hingewiesen, von übertünchten Markierungen und lückenhafter Beschilderung berichtet. Das Forstamt Hameln habe die Verkehrssicherheit für die Wege nicht mehr garantieren können – der Wanderverein schon gar nicht: Deshalb seien die Markierungen übermalt worden. Das gelte für die mit R gekennzeichneten Rundwanderwege ebenso wie für den 78 Kilometer langen Rattenfängerweg, der nun nicht mehr erkennbar sei.

Stadt Hameln begrüßt

Angebot des Vereins

Horst Töneböhn war der Missstand nach eigenen Angaben in dieser Form nicht bekannt – schließlich sei man ja nicht ständig im Wald unterwegs. Er bedauert, dass sich der Wanderverein nicht an die Grenzbezieher gewandt habe. Ein Anruf hätte genügt – und man hätte sich schon früher der Thematik angenommen. Der Präsident kündigt für seinen Verein an, sich mit der Problematik zu befassen. Am 13. Februar trifft sich die Gruppe Heimatpflege – dort werde man über Lösungsmöglichkeiten beraten. Schon jetzt ist er sich aber sicher, dass sich seine Mitglieder ehrenamtlich engagieren und sich um die Beschilderung kümmern werden. „Wir tun was für unsere Bürger“, unterstreicht Töneböhn. Allerdings wäre es schön, ergänzt der Präsident, wenn die Stadt den Verein mit einem kleinen Obolus finanziell unterstützen würde. Thomas Wahmes, Pressesprecher der Stadt Hameln, reagiert positiv auf das Angebot des Vereins. „Wir würden es überaus begrüßen, wenn sich der Verein in dieser Frage ehrenamtlich einbringt.“ Wahmes verweist auf die angespannte personelle Situation im Hamelner Forstamt, durch die die Stadt den Wald und die Wanderwege nicht so pflegen könne, wie man es eigentlich möchte. Das sei kein böser Wille, sondern bedingt durch den Aderlass aus der Not geboren. Die Wälder rings um die Rattenfängerstadt seien ein Pfund, mit dem man wuchern könne – Wandern dürfe nicht zum Frusterlebnis werden. Umso bedauerlicher sei die derzeitige Situation. Eine Möglichkeit sei, über EU-Fördermittel aus dem Leader-Topf eine Lösung zu finden, eine andere ehrenamtliches Engagement der Bürger. Da komme das Angebot der Grenzbezieher, sich um die Beschilderung kümmern zu wollen, gerade recht, freut sich der Pressesprecher. Bleibt das Problem der Verkehrssicherheit – und das ist sicher nicht ganz so leicht zu lösen.



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