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Majestätisch, kauzig, erheiternd, verblüffend: Pantao-Figurentheater entzückt mit fantasievollen Naturgeistern

Wandelnde Kostbarkeiten aus dem Reich der Fabelwesen

Pantao – das klingt geheimnisvoll. Zauberhaft. Mythisch. Beseelt. Und auch irgendwie göttlich. Kein Wunder, setzt sich der Name doch aus dem griechischen Hirtengott Pan und dem chinesischen Tao zusammen, das für den „gemeinsamen Weg“ steht. Ein Name, der auf der Zunge zergeht und die Neugierde weckt, aber auch der Unternehmensphilosophie des Figurentheaters aus Linzenich Rechnung trägt. „Es geht bei uns immer um die Natur“, sagt Dorothee Molitor. Die gelernte Goldschmiedin ist die künstlerische Seele von Pantao, ist die „Mutter“ jener fantastischen Figuren, die als Natur- und Fabelwesen die Blicke auf sich ziehen. Sie alle stammen aus Dorothee Molitors Werkstatt, tragen ihre Handschrift. Liebevoll durchdacht und mit ausdrucksstarken Details versehen, sind diese wundersamen Pantao-Wesen wandelnde Kostbarkeiten, die gefangen nehmen.

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Ein Fest für die Sinne ist die Pan-Figur, die schon vor dem Auftakt zur Sport-Gala die Ballgäste in der Halle verblüfft und fesselt: Pahooka mit dem feurigen Lachen, Geist und Naturgott zugleich, dessen riesige Hände direkt aus dem blätterumrankten Leib zu sprießen scheinen. Ein majestätischer Anblick. „Wer die Berührung der Hände mutig erwidert, oder gar durch die Arme Pahookas schlüpft, fühlt sich gleich ein grünes Stück größer und weiter“, finden die Tänzer, Schauspieler und Musiker, die das Ensemble von Pantao bilden. Je nach Bedarf verpflichtet Chefin Dorothee Molitor bis zu elf Künstler für Auftritte. Maskentänzer, Marionetten und Stabpuppen komplettieren die Truppe, stellen immer wieder auf Veranstaltungen den interaktiven Kontakt zum Publikum her.

Markus Eisolt, Dorothee Molitors Ehemann, ist bei Pantao für die Bühnenbilder zuständig. Aber er schlüpft als Stelzenläufer auch in die Riesenfiguren Pan oder Sonne. Die sind fast immer Männersache. Verständlich, bei Figuren, die knapp vier Meter hoch sind und deren Masken ein Gewicht erreichen, das nicht jeder problemlos stemmen und tragen könnte.

Auch der zweite Auftritt von Pantao: eine Augenweide. Der hochgewachsene Vogelbaum mit seinem freundlichen Gesicht, der eine ganz eigene kauzige Sprache pflegt und herz- und lachmuskelanregende Liedinterpretationen tiriliert.

2 Bilder

Oder sein Bruder, der Baumvogel, der seine Bewunderer glatt um den Verstand zwitschern kann: Er ist ein richtiger Hüpfer, ein Springinsfeld, der munter umherwandert und mit seinen zweigbewachsenen Flügeln schlägt.

Charmant, glitzernd und voller Schabernack, ist auch der Frosch immer wieder für Überraschungen gut: Denn nur allzu gern setzt dieses Wesen seinen reinigenden Dienst am Publikum ein und zaubert aus seiner Seerosenblatt-Tasche willkommene Erfrischungen, aber auch allerlei eigenwillige Kreationen.

Sehen. Staunen. Sich einfangen lassen. Den Fabelwesen des Pantao-Figurentheaters gelingt das mühelos. Sie entführen ihr Publikum in eine beseelte Natur, die voller Geheimnisse und komischer Momente steckt, manchmal aber auch wohlige kleine Schauder auslöst. Eine Reise in das Reich der Sinne – faszinierend, erheiternd, bezaubernd, verblüffend.

Huch – ein Baumvogel. Der mischt sich als Springinsfeld munter unter die Gala-Gäste. Foto: Wal

Offenbar keine Angst um sein Portemonnaie hat Friedrich-Wilhelm Kaup, Chef der Sparkasse Weserbergland, als ihm die riesige Pan-Figur auf den Leib rückt. Auch Ehefrau Jutta Tiedau nimmt’s gelassen – dabei sind die Hände dieser Pantao-Figur wirklich beängstigend groß… Foto: Dana

Charmant, glitzernd und voller Schabernack: Der Frosch ist immer wieder für Überraschungen gut.

Foto: Wal



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